HR-Lexikon · People Analytics

Voluntary vs Involuntary Turnover

Praxisnaher Leitfaden für HR-Verantwortliche und Personalentscheider.

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Abschnitt 01

Definition

Voluntary Turnover bezeichnet den freiwilligen Austritt von Mitarbeitenden aus deinem Unternehmen – also wenn sie selbst kündigen, z. B. wegen besserer Jobangebote, Umzug oder Unzufriedenheit.

Involuntary Turnover

Abschnitt 02

Warum ist das wichtig für dich als Arbeitgeber?

Die Unterscheidung zwischen freiwilligem und unfreiwilligem Mitarbeiterwechsel gibt dir wertvolle Einblicke in die Gesundheit deines Unternehmens und deiner Personalstrategie. Ein hoher freiwilliger Turnover kann auf Probleme bei der Mitarbeiterzufriedenheit, Führung oder Karrierechancen hinweisen. Ein hoher unfreiwilliger Turnover kann hingegen auf Restrukturierungen, Leistungsprobleme oder ineffiziente Einstellungsprozesse hinweisen.

Wenn du diese beiden Arten von Fluktuation getrennt analysierst, kannst du gezielter Maßnahmen ergreifen, um Talente zu halten oder Prozesse zu verbessern. Außerdem ist die Differenzierung wichtig für deine Personalkostenplanung und das Employer Branding.

Aus der Praxis

So funktioniert es in der Praxis

  1. Daten erfassen: Halte bei jedem Austritt fest, ob der Mitarbeiter freiwillig gegangen ist oder ob die Kündigung vom Unternehmen ausgegangen ist.
  2. Analyse durchführen: Berechne getrennte Turnover-Raten für freiwillige und unfreiwillige Austritte, z. B. pro Quartal oder Jahr.
  3. Ursachen verstehen: Führe Austrittsgespräche und Mitarbeiterbefragungen durch, um Gründe für freiwillige Kündigungen zu identifizieren; analysiere betriebliche Gründe für Involuntary Turnover.
  4. Maßnahmen ableiten: Verbessere Arbeitsbedingungen, Weiterbildung oder Führung, wenn freiwilliger Turnover hoch ist. Optimiere Recruiting und Performance Management bei hohem unfreiwilligem Turnover.
  5. Monitoring: Behalte die Entwicklung im Blick, um frühzeitig auf Trends zu reagieren.

Beispiel: Wenn viele gute Mitarbeitende freiwillig kündigen, solltest du die Ursachen dringend hinterfragen – vielleicht sind Gehalt, Wertschätzung oder Work-Life-Balance nicht konkurrenzfähig.

Dein Vorteil

Vorteile für dich als Arbeitgeber

  • Gezielte Personalarbeit: Du kannst passgenaue Maßnahmen entwickeln, um Fluktuation zu reduzieren.
  • Bessere Kostenkontrolle: Vermeidung unnötiger Nachbesetzungen durch frühzeitiges Erkennen von Abwanderungsgründen.
  • Steigerung der Mitarbeiterbindung und Arbeitgeberattraktivität.
  • Fundiertere Entscheidungen in Restrukturierungen oder Personalentwicklung.
  • Klare Kommunikation mit Führungskräften und Stakeholdern durch differenzierte Kennzahlen.
Abschnitt 05

Typische Fehler, die du vermeiden solltest

  • Keine Differenzierung: Wenn du freiwilligen und unfreiwilligen Turnover zusammenzählst, verlierst du wichtige Erkenntnisse.
  • Oberflächliche Ursachenanalyse: Nur Zahlen sammeln reicht nicht – ohne qualitative Insights kannst du keine wirksamen Maßnahmen ableiten.
  • Zu späte Reaktion: Fluktuation erst bei kritischem Ausmaß untersuchen und handeln – dann ist es oft teuer und aufwändig.
  • Falsche Interpretation: Ein niedriger Involuntary Turnover ist nicht automatisch gut – manchmal verhindert es notwendige Veränderungen.
  • Fehlende Kommunikation: Ergebnisse und Maßnahmen nicht transparent machen, führt zu Misstrauen bei Mitarbeitenden und Führungskräften.

Quick-Tipps für den Umgang mit Voluntary und Involuntary Turnover

  • Erfasse Austritte unbedingt mit Angabe des Austrittstyps (freiwillig/unfreiwillig).
  • Führe regelmäßig Austrittsgespräche, um Gründe für freiwillige Kündigungen zu verstehen.
  • Analysiere Turnover-Daten getrennt und beobachte Trends im Zeitverlauf.
  • Kommuniziere offen mit Führungskräften über Fluktuationsraten und Hintergründe.
  • Nutze die Daten, um gezielt auf Mitarbeiterzufriedenheit und Performance einzugehen.
Abschnitt 06

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