HR-Lexikon · Elternzeit & Mutterschutz

Vaterschaftsurlaub ab wann? Was du als HR wirklich wissen musst

Praxisnaher Leitfaden für HR-Verantwortliche und Personalentscheider.

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Seien wir ehrlich: Beim Thema Vaterschaftsurlaub ab wann schwirren selbst erfahrenen HR-Profis schnell die Köpfe.

Weiterscrollen
Abschnitt 01

Vaterschaftsurlaub ab wanndas steckt hinter dem Begriff

Das Wort „Vaterschaftsurlaub“ geistert schon lange durch die Medien, aber rechtlich ist es (Stand Juni 2024) in Deutschland noch gar kein offizieller Begriff – anders als Elternzeit und Mutterschutz. Gemeint ist meist die Zeit direkt nach der Geburt, in der Väter zuhause bleiben wollen. Wichtig: Aktuell gibt es noch keinen eigenständigen, gesetzlich geregelten Vaterschaftsurlaub mit Lohnfortzahlung, wie man das z. B. aus Frankreich kennt.

Stattdessen greifen diese Optionen:

  • Elternzeit für Väter (frühestens ab Geburt, flexibel planbar)
  • Sonderurlaub – individuell im Arbeitsvertrag oder Tarifvertrag geregelt
  • Urlaub nehmen – klassischer Jahresurlaub direkt nach der Geburt

Übrigens: Der Gesetzgeber plant gerade einen zehntägigen bezahlten Vaterschaftsurlaub („Familienstartzeit“). Wann das kommt? Noch nicht klar. Hier zählt also: Bleib als HR am Ball!

Abschnitt 02

Ab wann Vaterschaftsurlaub nehmen? Die aktuellen Möglichkeiten im Überblick

Wenn ein Vater nach der Geburt seines Kindes zu Hause bleiben will: Ab wann geht das konkret?

Elternzeit

Väter dürfen Elternzeit ab dem Tag der Geburt nehmen. Sie müssen ihren Arbeitgeber aber spätestens sieben Wochen vorher schriftlich informieren. Ausnahme: Für die Zeit direkt nach der Geburt (wenn die Geburt früher kommt) gibt es Kulanz, aber auch hier zählt eine schnelle Abstimmung mit dem Arbeitgeber.

Sonderurlaub

In vielen Tarifverträgen und Betriebsvereinbarungen steht Vätern 1-3 Tage bezahlter Sonderurlaub zur Geburt ihres Kindes zu – ein Blick in die eigenen Verträge lohnt sich also.

Urlaub

Natürlich kann auch einfach der reguläre Jahresurlaub genommen werden, um die ersten Tage als Familie gemeinsam zu verbringen.

💡
Pro-Tipp
Pro-Tipp: Viele Väter kombinieren Sonderurlaub und direkt im Anschluss Elternzeit – das bringt Flexibilität und mehr Zeit fürs neue Familienmitglied.
Abschnitt 03

Fun Fact: Vaterschaftsurlaub in anderen Ländern

In Schweden bekommen frischgebackene Väter bis zu 90 Tage bezahlten Vaterschaftsurlaub. Frankreich ist auch schon weiter: Dort sind’s mindestens 25 Tage. Deutschland? Hier heißt es Stand heute noch: „Bitte warten!“ – aber der Druck wächst und die Gesetzesänderung steht zumindest im Raum.

Schon gemerkt? Je nach Land gibt es ganz unterschiedliche Lösungen. Das macht Vergleiche zwar spannend, aber für die deutsche HR-Praxis zählt nur das, was hierzulande gilt.

Abschnitt 04

Rechtliche Besonderheiten: Was du als HR beachten musst

Rechtlich ist das ein Minenfeld: Der Begriff „Vaterschaftsurlaub“ taucht (noch) nicht im Gesetz auf. Wer Elternzeit beantragt, ist aber bestens abgesichert: Kündigungsschutz, Anspruch auf Rückkehr zum Arbeitsplatz, und mit dem Elterngeld auch eine finanzielle Unterstützung. Sonderurlaub dagegen ist oft reine Kulanz oder tarifvertraglich geregelt – hier gibt's keinen gesetzlichen Anspruch, es sei denn, der Vertrag sagt etwas anderes.

ℹ️
Wichtig
Wichtig: Dieser Artikel ersetzt keine Rechtsberatung. Gerade bei kniffligen Einzelfällen immer die Personalabteilung oder einen Anwalt hinzuziehen!
Aus der Praxis

Vaterschaftsurlaub ab wann beantragen? Praxis-Tipps für den Alltag

Jetzt mal Butter bei die Fische: Wie läuft das im Alltag? Die meisten Väter kündigen ihren Wunsch nach Vaterschaftsurlaub frühzeitig an – idealerweise sobald der Geburtstermin feststeht. Für die Elternzeit reicht ein formloser Antrag, aber er muss schriftlich erfolgen und mindestens sieben Wochen vorher beim Arbeitgeber sein (bei Elternzeit für Väter gilt das genauso wie für Mütter).

Praxis-Tipp: Eine enge Abstimmung zwischen HR, Führungskraft und Mitarbeiter vermeidet Stress, gerade wenn die Geburt plötzlich früher kommt oder sich der geplante Start verschiebt. Kommunikationsprofis haben hier die Nase vorn!

Abschnitt 06

Was ist mit Mutterschutz?Die Unterschiede im Überblick

Mutterschutz und Vaterschaftsurlaub werden oft verwechselt, sind aber völlig verschieden:

  • Der Mutterschutz ist gesetzlich geregelt: 6 Wochen vor und 8 Wochen nach der Geburt mit Lohnfortzahlung und Kündigungsschutz.
  • Der Vaterschaftsurlaub ist (noch) kein offizieller Anspruch und muss individuell geregelt werden.

Rhetorische Frage: Und wie sieht das Ganze aus, wenn sich die Gesetzeslage bald ändert? Dann heißt es für uns HRler: Schnell umstellen und alle Prozesse anpassen!

FAQ

FAQ: Vaterschaftsurlaub ab wann? Die meistgestellten Fragen

Nächster Schritt

Fazit: Vaterschaftsurlaub ab wannWas du jetzt mitnehmen solltest

Das Thema vaterschaftsurlaub ab wann ist (noch) ein Graubereich im deutschen Arbeitsrecht – aber du hast als HR trotzdem jede Menge Möglichkeiten, Vätern den Start ins Familienleben zu erleichtern. Ob Elternzeit, Sonderurlaub oder ein Mix daraus: Eine offene Kommunikation und gute Vorbereitung machen den Unterschied. Und mit der geplanten „Familienstartzeit“ könnte sich bald alles ändern – bleib also wachsam!

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