Secondment TM
Praxisnaher Leitfaden für HR-Verantwortliche und Personalentscheider.

Welche Unternehmen uns vertrauen
























Definition
Secondment TM beschreibt die zeitlich befristete Versetzung oder Abordnung eines Mitarbeiters innerhalb desselben Unternehmens oder zu einem externen Partnerunternehmen. Dabei bleibt der Mitarbeiter formal beim entsendenden Arbeitgeber angestellt, arbeitet aber vorübergehend in einer anderen Funktion oder Abteilung. Ziel ist es, Kompetenzen aufzubauen, Projekte zu unterstützen oder internationale Erfahrungen zu sammeln.
Warum ist Secondment TM für Arbeitgeber wichtig?
Secondments sind ein praktisches Instrument im Talent Management: Du kannst dadurch gezielt Fachwissen und Führungskompetenzen bei deinen Mitarbeitern fördern. Gleichzeitig stärkst du die Zusammenarbeit zwischen Abteilungen oder mit Partnerunternehmen. Für dich als Arbeitgeber heißt das: Mehr Flexibilität und Motivation im Team, verbesserter Wissenstransfer und oft auch eine schnellere Entwicklung von High Potentials. Außerdem kann ein Secondment helfen, Engpässe zeitlich zu überbrücken, ohne dauerhaft neue Stellen schaffen zu müssen.
So funktioniert Secondment TM in der Praxis
- Bedarf klären: Prüfe, welche Fähigkeiten oder Kapazitäten du intern oder extern durch ein Secondment stärken möchtest.
- Geeignete Mitarbeiter auswählen: Identifiziere Kandidaten, die vom Einsatz profitieren und die Anforderungen erfüllen.
- Rahmenbedingungen klären: Vereinbare Dauer, Aufgaben und Verantwortlichkeiten schriftlich – idealerweise mit einem Secondment-Vertrag oder einer Zusatzvereinbarung.
- Betreuung sicherstellen: Definiere Ansprechpartner auf beiden Seiten und plane regelmäßige Feedbackgespräche.
- Erfahrungen nutzen: Nach dem Secondment sollten die gewonnenen Kompetenzen im Unternehmen genutzt und reflektiert werden, z. B. durch Einsatz in neuen Projekten oder Führungskarrieren.
Vorteile für Arbeitgeber
- Gezielter Aufbau von Know-how und Führungskompetenzen
- Förderung der Mitarbeiterbindung durch Entwicklungsmöglichkeiten
- Flexibilität bei Personalengpässen und Projektunterstützung
- Stärkung von internen Netzwerken und externen Partnerschaften
- Verbesserte internationale Zusammenarbeit und Kulturverständnis
Typische Fehler bei Secondment TM – die du vermeiden solltest
- Unklare Vereinbarungen zur Dauer, Aufgaben und Verantwortlichkeiten führen zu Unsicherheit.
- Fehlende Abstimmung zwischen entsendendem und aufnehmendem Bereich verursacht Konflikte.
- Keine Begleitung oder Feedback während des Secondments lässt Entwicklungspotenziale ungenutzt.
- Mangelnde Einbindung nach Rückkehr – das Gelernte wird nicht ins Unternehmen übertragen.
- Rechtliche und versicherungsrechtliche Aspekte werden übersehen (z. B. bei Auslandseinsätzen).
Quick-Tipps für erfolgreiches Secondment TM
- Klare Ziele und Erwartungen vorab schriftlich festhalten.
- Regelmäßige Kommunikation zwischen allen Beteiligten sicherstellen.
- Mentoring oder Coaching während der Abordnung anbieten.
- Nach der Rückkehr die neuen Fähigkeiten aktiv fördern und einsetzen.
- Arbeitsrechtliche Rahmenbedingungen (z. B. Arbeitszeit, Versicherung) prüfen.
Verwandte Begriffe
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