HR-Lexikon · Workforce Planning

Präsentismus erkennen

Praxisnaher Leitfaden für HR-Verantwortliche und Personalentscheider.

Trustpilot
OMR Reviews
36k+KI-Matches
Ø 78%Match-Genauigkeit
29€Einmalig, kein Abo
TalentMatch24

Welche Unternehmen uns vertrauen

Mainvest
VELTRONIC
LANDKOST
GUSTOAR
NEXUS
Brandora
Mainvest
VELTRONIC
LANDKOST
GUSTOAR
NEXUS
Brandora
Mainvest
VELTRONIC
LANDKOST
GUSTOAR
NEXUS
Brandora
Mainvest
VELTRONIC
LANDKOST
GUSTOAR
NEXUS
Brandora
Abschnitt 01

Definition

Präsentismus erkennen heißt, die Situation zu identifizieren, in der Mitarbeitende trotz Krankheit, Erschöpfung oder gesundheitlicher Einschränkungen zur Arbeit kommen und dort nicht ihre volle Leistung bringen können. Anders als beim Krankfeiern sind Betroffene zwar anwesend, aber weniger produktiv oder gefährden langfristig ihre Gesundheit.

Abschnitt 02

Warum ist das wichtig für Arbeitgeber?

Präsentismus hat für Unternehmen oft größere Folgen als krankheitsbedingte Fehlzeiten. Mitarbeitende, die krank zur Arbeit kommen, arbeiten meist ineffizienter, machen mehr Fehler und riskieren, sich oder andere anzustecken. Langfristig steigt dadurch die Gefahr von chronischen Erkrankungen und längeren Ausfällen. Für dich als Arbeitgeber bedeutet das: Wenn du Präsentismus nicht erkennst und adressierst, leidet die Produktivität, das Betriebsklima und die Mitarbeiterbindung.

Außerdem ist Präsentismus oft ein Symptom für ungesunde Arbeitsbedingungen, hohen Druck oder mangelnde Wertschätzung. Deshalb solltest du als HR-Verantwortlicher oder Geschäftsführer frühzeitig reagieren, um Gesundheit und Leistungsfähigkeit deiner Mitarbeitenden zu sichern.

Aus der Praxis

So funktioniert Präsentismus erkennen in der Praxis

  • Beobachte Verhaltensänderungen: Mitarbeitende, die trotz Krankheit kommen, wirken oft müde, unkonzentriert oder zurückgezogen. Achte auf häufige Fehler, reduzierte Leistungsfähigkeit und Unruhe.
  • Führe offene Gespräche: Frage aktiv nach dem Wohlbefinden, ohne Druck aufzubauen. Schaffe eine Atmosphäre, in der Mitarbeitende ehrlich über ihre Gesundheit sprechen können.
  • Nutze Gesundheits- und Fehlzeitenstatistiken: Wenn Mitarbeitende selten krankmelden, aber Anzeichen von Überlastung zeigen, kann das ein Indiz für Präsentismus sein.
  • Berücksichtige Arbeitsbedingungen: Hoher Leistungsdruck, fehlende Pausen oder schlechte Arbeitszeiten fördern Präsentismus. Prüfe, ob deine Arbeitsorganisation gesundheitsförderlich ist.
  • Setze auf Führungskräfteschulungen: Führungskräfte sollten sensibilisiert sein, Symptome von Präsentismus zu erkennen und angemessen zu reagieren.
Dein Vorteil

Vorteile für Arbeitgeber

Bessere Gesundheit und Motivation

Indem du Präsentismus erkennst und bearbeitest, stärkst du die Gesundheit deiner Mitarbeitenden und reduzierst langfristige Ausfälle.

Steigerung der Produktivität

Gesunde und erholte Mitarbeitende arbeiten effizienter und mit höherer Qualität.

Verbesserte Mitarbeiterbindung

Wertschätzung und Fürsorge erhöhen die Zufriedenheit und senken Fluktuation.

Positives Betriebsklima

Offene Kommunikation über Gesundheit stärkt das Vertrauen im Team.

Abschnitt 05

Typische Fehler, die Unternehmen beim Erkennen von Präsentismus machen

  • Nur auf Fehlzeiten achten: Wenn du nur Krankmeldungen zählst, übersiehst du Mitarbeitende, die krank zur Arbeit kommen.
  • Gesundheitsthemen tabu machen: Wenn Mitarbeitende Angst vor Konsequenzen haben, verbergen sie ihre Probleme.
  • Führungskräfte nicht schulen: Ohne Sensibilisierung erkennen Vorgesetzte Präsentismus oft nicht oder reagieren unpassend.
  • Arbeitsdruck ignorieren: Unflexible Arbeitszeiten und zu hohe Anforderungen fördern Präsentismus.
  • Keine betrieblichen Gesundheitsmaßnahmen anbieten: Fehlt ein Angebot zur Gesundheitsförderung, fühlen sich Mitarbeitende nicht ausreichend unterstützt.

Quick-Tipps: Präsentismus erkennen und vermeiden

  1. Führe regelmäßige Mitarbeitergespräche mit Fokus auf Gesundheit und Wohlbefinden.
  2. Schule Führungskräfte im Erkennen von Gesundheitsrisiken und Präsentismus.
  3. Ermögliche flexible Arbeitszeiten und ausreichende Pausen.
  4. Fördere eine offene Unternehmenskultur, in der Krankheit kein Tabuthema ist.
  5. Nutze anonyme Gesundheitsbefragungen, um Frühwarnsignale zu identifizieren.
Hinweis: Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ersetzt keine Rechtsberatung. Bei konkreten Fragen wende dich bitte an einen Fachanwalt für Arbeitsrecht.
Abschnitt 06

Verwandte Begriffe

Diesen und über 3.000 weitere HR-Fachartikel findest du im TalentMatch24 HR-Lexikon — kostenlos und praxisnah.