HR-Lexikon · Kündigung & Arbeitsrecht

LVM Berufsunfähigkeitsversicherung kündigen — Was du als HR wirklich beachten musst

Praxisnaher Leitfaden für HR-Verantwortliche und Personalentscheider.

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Noch vor 10 Jahren war die Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) für viele Arbeitnehmer und Arbeitgeber eher eine Randnotiz.

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Abschnitt 01

LVM Berufsunfähigkeitsversicherung kündigenDie Basics auf einen Blick

Eine LVM Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) zu kündigen klingt erstmal simpel: Kündigung schreiben, abschicken, fertig. In der Praxis steckt aber mehr dahinter. Denn: Die BU ist kein Handyvertrag, sondern eine essenzielle Absicherung für den Fall, dass jemand seinen Job aus gesundheitlichen Gründen dauerhaft nicht mehr ausüben kann. Für dich als HR-Verantwortlichen heißt das: Du musst wissen, was bei einer Kündigung wirklich passiert – und welche Alternativen es gibt.

Kündigungsfrist

In der Regel kannst du die BU zum Ende der Versicherungsperiode kündigen, meist jährlich, mit einer Frist von 1 bis 3 Monaten.

Kündigungsform

Schriftlich und am besten per Einschreiben – Nachweis ist alles!

Folgen der Kündigung

Schutz weg, Rückkaufswert meistens gering, Neuabschluss später oft teurer oder schlechtere Konditionen.

Schon jetzt merkst du: Einfach mal kündigen ist selten die beste Lösung. Mehr dazu gleich!

Abschnitt 02

Do’s & Don’ts: LVM Berufsunfähigkeitsversicherung richtig kündigen

  • Do: Kündigungsfrist und -form genau prüfen – Nachlässigkeit kann richtig ins Geld gehen!
  • Do: Mitarbeitende offen beraten, nicht drängen oder verunsichern.
  • Do: Alternativen prüfen: Beitragsfreistellung, Reduzierung, Vertragsumwandlung.
  • Don’t: Kündigung ohne neue Absicherung – das Risiko ist groß!
  • Don’t: Kündigung als Druckmittel im Arbeitsverhältnis einsetzen. Das geht nach hinten los und ist rechtlich heikel.
  • Don’t: Kündigung ohne schriftlichen Nachweis – sonst gibt’s im Zweifel Ärger mit der LVM.
Abschnitt 03

LVM Berufsunfähigkeitsversicherung kündigen: Die Sicht des Arbeitgebers vs. Arbeitnehmers

Arbeitgeber-Perspektive: Du bietest die BU als freiwillige Zusatzleistung? Dann ist eine Kündigung oft mit Signalwirkung verbunden. Kündigt ein Mitarbeitender, kann das auf Unzufriedenheit oder Wechselabsichten hindeuten. Kündigst du die arbeitgeberfinanzierte BU für alle, solltest du das frühzeitig und transparent kommunizieren – sonst droht Vertrauensverlust oder rechtlicher Ärger (Stichwort Kündigung Arbeitsvertrag und Schutz von Betriebsvereinbarungen!).

Arbeitnehmer-Perspektive: Für viele ist die BU der Rettungsanker, falls gesundheitlich mal gar nichts mehr geht. Wer kündigt, sollte sich glasklar über die Konsequenzen sein: Kein Schutz mehr, oft keine Rückkehrmöglichkeit ohne neue Gesundheitsprüfung, und ein Neuabschluss im Alter wird teuer oder unmöglich. Hier heißt es: Alternativen abklopfen und nicht übereilt handeln!

Abschnitt 04

Typische Gründe für die Kündigung der LVM Berufsunfähigkeitsversicherung

Warum kündigen überhaupt Beschäftigte oder Unternehmen eine LVM BU? Die Klassiker:

Kostendruck

Beiträge werden als zu hoch empfunden, insbesondere bei Gehaltsveränderungen oder Jobwechsel.

Mangelndes Verständnis

Der Nutzen wird unterschätzt – „Mir passiert schon nichts“.

Veränderung im Arbeitsverhältnis

Wechsel des Arbeitgebers, Kündigung des Arbeitsverhältnisses oder Aufhebung des Arbeitsvertrags .

Fehlende Flexibilität

Versicherte wünschen sich bessere Konditionen, andere Tarife oder Anbieter.

Mein Tipp: Bevor die Kündigung rausgeht, immer erst mit der LVM und/oder dem Vermittler sprechen. Manchmal gibt es Lösungen, an die du nicht sofort denkst.

Abschnitt 05

Kündigungsschreiben für die LVM BerufsunfähigkeitsversicherungWas muss rein?

Das Kündigungsschreiben ist nicht kompliziert, aber ein paar Dinge müssen drinstehen:

  • Name, Adresse, Versicherungsnummer
  • Klarer Kündigungswunsch („Hiermit kündige ich meine Berufsunfähigkeitsversicherung bei der LVM fristgerecht zum nächstmöglichen Zeitpunkt.“)
  • Bitte um schriftliche Kündigungsbestätigung
  • Datum und Unterschrift

Schick das Ganze am besten per Einschreiben oder Fax mit Sendebericht. So bist du auf der sicheren Seite. Und falls du als HR für Mitarbeitende kündigst: Eine entsprechende Vollmacht oder Zustimmung nicht vergessen!

Abschnitt 06

Kündigungsfristen der LVM BerufsunfähigkeitsversicherungDas solltest du wissen

Die Kündigungsfristen sind meist in den Versicherungsbedingungen geregelt. In den meisten Fällen kannst du jährlich kündigen, mit einer Frist von einem bis drei Monaten zum Ablauf des Versicherungsjahres. Wann das ist, steht im Versicherungsschein. Wer zu spät kündigt, hängt automatisch ein weiteres Jahr dran – und zahlt weiter. Das kann vor allem bei größeren Gruppenverträgen ins Geld gehen.

Du willst mehr zu Kündigungsfristen im Arbeitsverhältnis wissen? Schau mal hier: Kündigungsfristen Arbeitgeber gesetzlich.

Abschnitt 07

Nach der Kündigung: Was passiert mit dem Schutz und dem Rückkaufswert?

Mit der Kündigung endet der Versicherungsschutz. Das klingt logisch, ist aber im Ernstfall fatal. Denn: Ein Wiedereinstieg ist oft schwierig. Die LVM zahlt in der Regel einen (sehr geringen) Rückkaufswert aus, falls überhaupt. Der ist meist enttäuschend niedrig und deckt selten die gezahlten Beiträge. Bedeutet: Kündigen lohnt sich finanziell fast nie, außer es gibt wirklich keine andere Option.

Daher: Alternativen wie Beitragsfreistellung oder Reduzierung prüfen, bevor du oder deine Mitarbeitenden auf den Schutz verzichten.

Abschnitt 08

Muss ich als Arbeitgeber die LVM Berufsunfähigkeitsversicherung abmelden, wenn der Mitarbeiter geht?

Wenn ein Mitarbeitender das Unternehmen verlässt, stellt sich oft die Frage: Was passiert mit der BU? Die meisten Versicherer (inkl. LVM) bieten eine Übernahmeoption an. Der Mitarbeitende kann die Versicherung privat weiterführen – meist ohne neue Gesundheitsprüfung. Wichtig: Kündigst du als Arbeitgeber den Vertrag, solltest du das klar kommunizieren und den Mitarbeitenden informieren, damit sie ihre Optionen kennen und nicht ohne Schutz dastehen. Das ist nicht nur fair, sondern kann auch rechtlich relevant werden.

Wie kann ich die LVM Berufsunfähigkeitsversicherung kündigen?

Du kündigst schriftlich, idealerweise per Einschreiben, unter Angabe deiner Versicherungsnummer und zum Ende des Versicherungsjahres. Die Frist liegt meist bei 1–3 Monaten. Eine kurze Begründung ist nicht nötig, aber auf eine Kündigungsbestätigung solltest du bestehen.

Was passiert mit dem Rückkaufswert bei Kündigung der LVM BU?

Der Rückkaufswert ist oft sehr niedrig und deckt meist nicht die gezahlten Beiträge. Manchmal gibt es auch gar keinen Rückkaufswert, vor allem in den ersten Jahren. Das solltest du vorher genau prüfen!

Kann ich die LVM BU auch beitragsfrei stellen statt kündigen?

Ja, das ist oft möglich. Dann läuft der Vertrag weiter, aber mit reduziertem oder ohne Schutz, je nach Modell. Vorteil: Du kannst später eventuell wieder aktivieren, ohne einen völlig neuen Vertrag abschließen zu müssen.

Muss ich eine neue Gesundheitsprüfung machen, wenn ich später wieder eine BU abschließen will?

In der Regel ja. Und das ist der große Haken: Mit steigendem Alter oder nach Vorerkrankungen wird die Annahme immer schwieriger und teurer.

Kann ich als Arbeitgeber eine LVM BU für Mitarbeitende einfach kündigen?

Das kommt auf den Vertrag und die Vereinbarung an. Bei arbeitgeberfinanzierten Policen ist das meist zum Versicherungsjahresende möglich – aber du bist verpflichtet, deine Mitarbeitenden zu informieren und ihnen ggf. eine Übernahme anzubieten. Im Zweifelsfall solltest du rechtlichen Rat einholen – dieser Artikel ersetzt keine Rechtsberatung!

Nächster Schritt

Fazit: LVM Berufsunfähigkeitsversicherung kündigenNur mit kühlem Kopf!

Ob als HR-Profi oder Geschäftsführer: Die LVM Berufsunfähigkeitsversicherung zu kündigen ist keine Kleinigkeit. Der Schutz ist im Ernstfall Gold wert – und ein späterer Neuabschluss meist ein Fass ohne Boden. Prüfe immer erst Alternativen, berate deine Mitarbeitenden transparent und denk an die Fristen. Und falls du in der Sandwich-Position zwischen Mitarbeitenden und Geschäftsleitung steckst: Klar kommunizieren, sauber dokumentieren, und bei Unsicherheiten lieber einmal mehr nachfragen. 💡

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