Kündigung des Arbeitsverhältnisses – Klartext für HR: Was wirklich zählt
Praxisnaher Leitfaden für HR-Verantwortliche und Personalentscheider.

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Kündigung des Arbeitsverhältnisses ist einfacher als du denkst – wenn du die Spielregeln kennst.
Kündigung des Arbeitsverhältnisses: Die Basics auf einen Blick
Ob betriebsbedingt, verhaltensbedingt oder auf Wunsch des Mitarbeiters: Eine Kündigung des Arbeitsverhältnisses ist selten Routine. Schon kleine Formfehler können die Kündigung unwirksam machen. Hier die wichtigsten Punkte, die du im Blick haben solltest – kompakt zusammengefasst:
Achtung, Falle! In vielen Unternehmen kursieren noch alte Muster – aber ein Kündigungsschreiben per E-Mail oder ohne Originalunterschrift ist rechtlich wertlos. Das kann richtig Ärger geben! 💡
Kündigung des Arbeitsverhältnisses: Was steckt rechtlich dahinter?
Die Kündigung des Arbeitsverhältnisses ist im Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) und im Kündigungsschutzgesetz (KSchG) geregelt. Das heißt für dich: Es gibt klare Regeln, wie und wann ein Arbeitsverhältnis beendet werden kann. Unterschieden wird grundsätzlich zwischen:
- Ordentliche Kündigung: Mit Einhaltung der Frist, ohne besonderen Grund nötig (außer KSchG greift)
- Außerordentliche Kündigung: Fristlos, aber nur aus wichtigem Grund (z.B. Diebstahl, massive Pflichtverletzung)
Kündigung arbeitsverhältnisses: Fristen, Formen und Stolpersteine
Die meisten Fehler passieren bei Form und Frist. Eine Kündigung des Arbeitsvertrags muss immer schriftlich sein – und mit Original-Unterschrift. Die Fristen richten sich nach Gesetz, Tarifvertrag oder dem individuellen Arbeitsvertrag. Als Faustregel für Arbeitgeber gilt:
- Grundsatz: Vier Wochen zum 15. oder Monatsende (§ 622 BGB)
- Längere Betriebszugehörigkeit = Längere Fristen
- Tarifvertrag kann abweichen!
Ein häufiger Fehler: Die Kündigung wird zu spät zugestellt. Das Ausstellungsdatum zählt nicht – sondern der Zugang beim Mitarbeiter! Tipp: Per Boten übergeben oder Empfang bestätigen lassen.
Kündigung des bestehenden Arbeitsverhältnisses – Welche Gründe gelten?
Du musst nicht immer einen Grund angeben, außer es wird verlangt oder der besondere Kündigungsschutz greift. Im Zweifel gilt: Lieber sachlich und knapp bleiben. Typische Gründe für eine Kündigung des bestehenden Arbeitsverhältnisses:
Betriebsbedingte Kündigung
Arbeitsplatz fällt weg (z.B. Umstrukturierung)
Verhaltensbedingte Kündigung
Pflichtverletzung, trotz Abmahnung
Personenbedingte Kündigung
Langzeiterkrankung, fehlende Eignung
Merke: Ohne vorherige Abmahnung ist eine verhaltensbedingte Kündigung kaum durchsetzbar. Und: Bei Schwangeren, Betriebsräten oder in der Elternzeit gelten Sonderregeln!
Kündigung des Arbeitsverhältnisses vom Arbeitgeber – Das musst du beachten
Als Arbeitgeber hast du die Beweislast. Das heißt: Jede Kündigung des Arbeitsverhältnisses vom Arbeitgeber sollte gut dokumentiert sein. Besonders wichtig:
- Betriebsrat (falls vorhanden) immer anhören
- Schutzgruppen beachten (z.B. Schwangere, Schwerbehinderte, Elternzeitler)
- Fristgerecht und sauber zustellen
- Im Streitfall: Alle Unterlagen (Abmahnungen, Gespräche, Dokumentationen) parat haben
Und denk dran: Bei Aufhebungsverträgen gelten andere Spielregeln. Dazu mehr im Artikel Arbeitsvertrag aufheben.
Kündigung eines Arbeitsverhältnisses durch den Mitarbeiter
Natürlich kann auch der Mitarbeiter kündigen. Die Kündigungsfrist ist dann meistens die gleiche wie für den Arbeitgeber – es sei denn, der Arbeitsvertrag oder Tarifvertrag sieht etwas anderes vor. Auch hier gilt: Schriftform, Originalunterschrift, Zugang muss sichergestellt sein.
Tipp für HR: Immer um ein offizielles Kündigungsschreiben bitten und den Eingang bestätigen. Das schafft Klarheit und verhindert Missverständnisse.
So läuft die Kündigung ihres Arbeitsverhältnisses in der Praxis ab
Wie sieht das Ganze konkret im Alltag aus? Hier ein typischer Ablauf für die Kündigung ihres Arbeitsverhältnisses im Unternehmen:
- Prüfung der Voraussetzungen (Fristen, Sonderkündigungsschutz, Betriebsrat?)
- Kündigungsschreiben aufsetzen (Unterschrift nicht vergessen!)
- Betriebsrat anhören (sofern Pflicht)
- Kündigung zustellen (persönlich, mit Empfangsbestätigung oder per Einschreiben)
- Resturlaub, Überstunden, Arbeitszeugnis klären
- Offboarding sauber organisieren
Praxis-Tipp: Kurz nach der Zustellung ein Abschlussgespräch anbieten. Das kann für beide Seiten wertvoll sein – und du behältst als Arbeitgeber einen guten Eindruck.
FAQ zur Kündigung des Arbeitsverhältnisses
Fazit: Kündigung des Arbeitsverhältnisses – Klarheit, Sorgfalt und Fairness zahlen sich aus
Die Kündigung des Arbeitsverhältnisses ist kein Hexenwerk – aber eben auch kein Selbstläufer. Wer die rechtlichen Basics kennt und sauber arbeitet, bleibt auf der sicheren Seite. Kurz gesagt: Form, Frist und Fairness sind das A und O. Und wenn du mal unsicher bist, lieber einmal mehr nachfragen – oder einen Profi holen.
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