HR-Lexikon · New Work

Jobsharing — Definition und Praxis für Arbeitgeber

Praxisnaher Leitfaden für HR-Verantwortliche und Personalentscheider.

Trustpilot
OMR Reviews
36k+KI-Matches
Ø 78%Match-Genauigkeit
29€Einmalig, kein Abo
TalentMatch24

Welche Unternehmen uns vertrauen

Mainvest
VELTRONIC
LANDKOST
GUSTOAR
NEXUS
Brandora
Mainvest
VELTRONIC
LANDKOST
GUSTOAR
NEXUS
Brandora
Mainvest
VELTRONIC
LANDKOST
GUSTOAR
NEXUS
Brandora
Mainvest
VELTRONIC
LANDKOST
GUSTOAR
NEXUS
Brandora
Abschnitt 01

Was ist Jobsharing?

Jobsharing bedeutet, dass sich zwei Mitarbeiter gemeinsam eine Vollzeitstelle teilen und die Aufgaben sowie die Verantwortung dieser Position aufteilen. Statt eine Stelle mit einer Person zu besetzen, arbeiten zwei Teilzeitkräfte eng zusammen – oft 50:50, aber auch andere Verteilungen sind möglich.

Damit entsteht eine flexible Arbeitsform, die es ermöglicht, Beruf und Privatleben besser zu vereinbaren, ohne dass die Produktivität oder Erreichbarkeit leidet.

Abschnitt 02

Warum ist Jobsharing für dich als Arbeitgeber wichtig?

Jobsharing gewinnt gerade in Zeiten von Fachkräftemangel und dem Wunsch nach flexibleren Arbeitsmodellen an Bedeutung. Für dich als Arbeitgeber bietet es die Chance, qualifizierte Mitarbeiter zu binden, die sonst vielleicht nicht in Vollzeit arbeiten wollen oder können – etwa Eltern oder ältere Beschäftigte.

Außerdem erhöht Jobsharing die Ausfallsicherheit: Wenn eine Person krank ist oder im Urlaub, läuft die Arbeit weiter, weil die andere den Job teilweise übernimmt. So bleibt dein Team produktiv und flexibel.

Gleichzeitig kannst du mit Jobsharing das Employer Branding stärken, denn flexible Arbeitszeitmodelle sind ein echtes Plus bei der Mitarbeitergewinnung.

Aus der Praxis

So funktioniert Jobsharing in der Praxis

  1. Stelle genau definieren: Klarheit über Aufgaben, Verantwortungen und Arbeitszeiten schaffen. Das hilft, Überschneidungen oder Lücken zu vermeiden.
  2. Passende Tandems bilden: Suche zwei Mitarbeiter, die sich gut ergänzen, kommunikationsstark sind und zuverlässig zusammenarbeiten können.
  3. Arbeitszeiten koordinieren: Gemeinsamer Kalender, regelmäßige Übergaben und klare Absprachen sind das A und O, damit die Arbeit nahtlos weiterläuft.
  4. Vertragliche Regelungen: Arbeitsverträge anpassen und ggf. Regelungen zur Vertretung und Urlaubsplanung festhalten. Das vermeidet spätere Missverständnisse.
  5. Kommunikation fördern: Jobsharing funktioniert nur mit offener Kommunikation, regelmäßigen Meetings und gegenseitigem Feedback.
Dein Vorteil

Vorteile für Arbeitgeber

  • Höhere Flexibilität und bessere Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben bei Mitarbeitern
  • Weniger Ausfallrisiko durch Urlaube, Krankheit oder private Verpflichtungen
  • Erweiterter Zugang zu Talenten, die keine Vollzeitstelle wünschen
  • Steigerung der Mitarbeiterzufriedenheit und Bindung
  • Positives Image als moderner, mitarbeiterorientierter Arbeitgeber
Abschnitt 05

Typische Fehler beim Jobsharingund wie du sie vermeidest

  • Unklare Aufgabenverteilung: Wenn nicht genau definiert ist, wer was macht, entstehen Lücken oder Doppelarbeit.
  • Schlechte Kommunikation: Ohne regelmäßigen Austausch leidet die Zusammenarbeit schnell, was das Tagesgeschäft belastet.
  • Fehlende Abstimmung der Arbeitszeiten: Wenn sich die Arbeitszeiten nicht gut ergänzen, bleiben wichtige Zeiten unbelegt.
  • Keine Anpassung der Vertragsbedingungen: Unklare rechtliche Rahmenbedingungen führen später zu Konflikten.
  • Jobsharing als Notlösung: Es darf nicht nur eingeführt werden, weil kein Vollzeitmitarbeiter verfügbar ist, sondern muss bewusst gestaltet werden.

Quick-Tipps für erfolgreiches Jobsharing

  • Definiere die Stelle und Aufgaben so detailliert wie möglich.
  • Wähle Jobsharing-Partner mit komplementären Fähigkeiten und guter Kommunikationsfähigkeit.
  • Plane regelmäßige Übergabezeiten und Meetings ein.
  • Halte alle Absprachen schriftlich im Arbeitsvertrag oder einer Zusatzvereinbarung fest.
  • Schaffe eine offene Unternehmenskultur, die flexible Arbeitsmodelle unterstützt.
Abschnitt 06

Verwandte Begriffe

Dies ist keine Rechtsberatung. Konsultiere im Zweifelsfall einen Fachanwalt für Arbeitsrecht.

Diesen und über 3.000 weitere HR-Fachartikel findest du im TalentMatch24 HR-Lexikon — kostenlos und praxisnah.