HR-Lexikon · Compensation & Benefits

Entgelttransparenzgesetz — Definition und Praxis für Arbeitgeber

Praxisnaher Leitfaden für HR-Verantwortliche und Personalentscheider.

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Entgelttransparenzgesetz Definition: Das Entgelttransparenzgesetz ist ein deutsches Gesetz, das die Lohngleichheit zwischen Männern und Frauen verbessern soll.

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Abschnitt 01

Warum ist das Entgelttransparenzgesetz wichtig für Arbeitgeber?

Das Thema gleiche Bezahlung wird für Unternehmen immer wichtiger – nicht nur aus rechtlichen Gründen, sondern auch im Wettbewerb um Talente und für ein gutes Betriebsklima. Das Entgelttransparenzgesetz schafft hier einen Rahmen, um Diskriminierung bei der Bezahlung zu vermeiden. Für dich als Arbeitgeber bedeutet das vor allem, dass du die Gehaltsstruktur in deinem Unternehmen klar im Blick haben solltest.

Außerdem gilt das Gesetz ab einer bestimmten Unternehmensgröße und betrifft vor allem mittlere und größere Firmen. Wenn du die Vorgaben frühzeitig umsetzt, kannst du teure Rechtsstreits vermeiden und deine Arbeitgebermarke stärken.

Aus der Praxis

So funktioniert das Entgelttransparenzgesetz in der Praxis

  1. Unternehmensgröße beachten: Das Gesetz gilt für Unternehmen mit mehr als 200 Beschäftigten (ab 2018). Kleinere Firmen sind nicht verpflichtet, müssen aber trotzdem Diskriminierung vermeiden.
  2. Auskunftsrecht der Mitarbeiter: Beschäftigte können Auskunft über das durchschnittliche Gehalt von Kollegen gleichen Geschlechts mit vergleichbarer Arbeit verlangen. Du musst diese Informationen transparent und nachvollziehbar zur Verfügung stellen.
  3. Prüfung der Entgeltstrukturen: Du solltest regelmäßig analysieren, ob es geschlechtsspezifische Gehaltsunterschiede gibt und diese bei Bedarf korrigieren.
  4. Maßnahmen ergreifen: Falls Unterschiede bestehen, sind passende Maßnahmen zur Förderung der Lohngleichheit zu entwickeln, z. B. Anpassungen bei Gehaltsgruppen oder mehr Transparenz bei Beförderungen.
  5. Kommunikation intern: Transparente Gehaltsstrukturen fördern das Vertrauen im Team und helfen, Missverständnisse zu vermeiden.
Dein Vorteil

Vorteile für Arbeitgeber

  • Reduzierung von Diskriminierung und damit verbundenen Rechtsrisiken
  • Verbesserung der Arbeitgeberattraktivität durch faire Bezahlung
  • Motivation und Zufriedenheit der Mitarbeiter durch mehr Transparenz
  • Bessere Vergleichbarkeit und Steuerung der Gehaltsstrukturen
  • Positives Signal an Bewerber und Kunden für Gleichbehandlung und Diversität
Abschnitt 04

Typische Fehler, die Unternehmen vermeiden sollten

  • Ignorieren der Schwellenwerte: Auch wenn dein Unternehmen knapp unter 200 Mitarbeitern liegt, solltest du die Grundsätze beachten, um Diskriminierung zu vermeiden.
  • Unklare oder unvollständige Gehaltsdaten: Fehlende oder nicht nachvollziehbare Daten erschweren die Auskunft und erhöhen das Risiko von Beschwerden.
  • Fehlende Kommunikation: Wenn Mitarbeiter nicht verstehen, wie die Entgeltstruktur funktioniert, kann das Misstrauen fördern.
  • Keine regelmäßigen Überprüfungen: Einmalige Analysen reichen nicht aus – Lohngleichheit muss kontinuierlich kontrolliert werden.
  • Reine Formalität: Das Gesetz als lästige Pflicht sehen, statt als Chance zur Verbesserung der Unternehmenskultur.

Quick-Tipps für die Umsetzung des Entgelttransparenzgesetzes

  • Führe eine regelmäßige Gehaltsanalyse nach Geschlecht und Tätigkeitsgruppe durch.
  • Bereite transparente und verständliche Auskünfte für Mitarbeiter vor.
  • Schaffe klare Kriterien und Prozesse für Gehaltsentscheidungen.
  • Informiere Führungskräfte und HR-Teams über die Anforderungen und Ziele des Gesetzes.
  • Nutze die Gelegenheit, deine Gehaltsstruktur fair und wettbewerbsfähig zu gestalten.
Abschnitt 05

Verwandte Begriffe

ℹ️
Wichtig
Wichtig: Dies ist keine Rechtsberatung. Konsultiere im Zweifelsfall einen Fachanwalt für Arbeitsrecht, um die Anforderungen des Entgelttransparenzgesetzes korrekt umzusetzen.

Diesen und über 3.000 weitere HR-Fachartikel findest du im TalentMatch24 HR-Lexikon — kostenlos und praxisnah.