HR-Lexikon · People Analytics

Cost-per-Hire Analyse

Praxisnaher Leitfaden für HR-Verantwortliche und Personalentscheider.

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Definition: Die Cost-per-Hire Analyse misst die durchschnittlichen Kosten, die bei der Einstellung eines neuen Mitarbeiters anfallen.

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Abschnitt 01

Warum ist die Cost-per-Hire Analyse wichtig für dich als Arbeitgeber?

Verstehst du, wie viel Geld du für jede Einstellung ausgibst, kannst du dein Recruiting gezielt optimieren und Budgets besser planen. Gerade in Zeiten, in denen Fachkräfte knapp sind, hilft dir die Analyse, kostentreibende Prozesse zu erkennen und effizienter zu arbeiten. Sie macht transparent, ob du vielleicht zu viel Geld für externe Jobbörsen ausgibst oder ob interne Recruiting-Teams wirtschaftlich arbeiten. So kannst du deinen Recruiting-Mix verbessern und am Ende nicht nur Geld sparen, sondern auch schneller die passenden Talente finden.

Aus der Praxis

So funktioniert die Cost-per-Hire Analyse in der Praxis

  1. Alle Kosten erfassen: Sammle alle Ausgaben, die im Recruitingprozess anfallen. Dazu gehören z. B. Kosten für Stellenanzeigen, Personalvermittler, Jobmessen, Recruiting-Software, interne Personalkosten der HR-Mitarbeiter sowie Ausgaben für Assessment-Center oder Hintergrundprüfungen.
  2. Anzahl der Einstellungen bestimmen: Ermittele, wie viele neue Mitarbeiter im definierten Zeitraum tatsächlich eingestellt wurden. Das kann monatlich, quartalsweise oder jährlich sein.
  3. Berechnung: Teile die Summe aller Recruiting-Kosten durch die Anzahl der Einstellungen. Das Ergebnis ist deine durchschnittliche Cost-per-Hire.
  4. Analyse und Benchmark: Vergleiche deine Cost-per-Hire mit Branchenwerten oder internen Zielen. Achte darauf, Änderungen im Recruitingprozess zu dokumentieren und deren Einfluss auf die Kosten zu beobachten.

Beispiel: Du hast im letzten Quartal 10 Mitarbeiter neu eingestellt. Die gesamten Recruiting-Kosten (Stellenanzeigen, Personalberater, interne Arbeitszeit) betrugen 20.000 Euro. Deine Cost-per-Hire liegt also bei 2.000 Euro pro Einstellung.

Dein Vorteil

Vorteile der Cost-per-Hire Analyse für dich als Arbeitgeber

Budgetkontrolle

Du weißt genau, wie viel Recruiting kostet und kannst dein Budget besser planen.

Prozessoptimierung

Kostentreiber im Recruiting werden sichtbar – so kannst du Schwachstellen gezielt verbessern.

Strategische Entscheidungen

Du erkennst, welche Recruiting-Kanäle effektiv und wirtschaftlich sind.

Erfolgsmessung

Du kannst den Erfolg von Recruiting-Investitionen messen und dokumentieren.

Abschnitt 04

Typische Fehler bei der Cost-per-Hire Analyseund wie du sie vermeidest

Unvollständige Kostenerfassung

Häufig werden nur externe Ausgaben berücksichtigt, interne Kosten wie Arbeitszeit der HR-Mitarbeiter bleiben außen vor. Das verzerrt das Ergebnis.

Keine klare Zeitperiode

Wenn Kosten und Einstellungen aus unterschiedlichen Zeiträumen stammen, ist die Analyse unbrauchbar.

Keine Differenzierung nach Positionen

Die Cost-per-Hire für einfache Stellen unterscheidet sich von Führungskräften. Pauschale Werte können irreführend sein.

Keine regelmäßige Aktualisierung

Die Cost-per-Hire sollte regelmäßig neu berechnet werden, um Veränderungen frühzeitig zu erkennen.

Quick-Tipps für deine Cost-per-Hire Analyse

  • Erfasse alle Recruiting-Kosten – auch interne Ressourcen wie HR-Zeit und Technik.
  • Definiere einen festen Zeitraum (z. B. Quartal) für die Analyse und halte dich konsequent daran.
  • Unterscheide zwischen verschiedenen Stellenarten, um aussagekräftige Werte zu erhalten.
  • Vergleiche deine Werte mit Branchendaten, um realistische Benchmarks zu setzen.
  • Nutze die Ergebnisse, um Recruiting-Kanäle und Prozesse kontinuierlich zu verbessern.
Abschnitt 05

Verwandte Begriffe

Hinweis: Dies ist keine Rechtsberatung. Konsultiere im Zweifelsfall einen Fachanwalt oder HR-Experten für eine individuelle Bewertung.

Diesen und über 3.000 weitere HR-Fachartikel findest du im TalentMatch24 HR-Lexikon — kostenlos und praxisnah.