Cost-of-Vacancy REC
Praxisnaher Leitfaden für HR-Verantwortliche und Personalentscheider.

Welche Unternehmen uns vertrauen
























Definition
Die Cost-of-Vacancy REC gibt an, welche Kosten einem Unternehmen durch eine unbesetzte Recruiting-Position entstehen. Konkret umfasst das die finanziellen Verluste, die von der Vakanz bis zur erfolgreichen Einstellung eines neuen Mitarbeiters anfallen – etwa durch entgangene Umsätze, Mehrarbeit im Team oder gestörte Abläufe.
Warum ist das wichtig für dich als Arbeitgeber?
Wer die Cost-of-Vacancy kennt, kann besser abwägen, wie viel Zeit und Budget ins Recruiting fließen sollten – und so teure Verzögerungen vermeiden.
So funktioniert die Cost-of-Vacancy REC in der Praxis
- Bestimme die vakante Position: Definiere klar, welche Recruiting-Rolle gerade unbesetzt ist (z. B. Recruiting Manager, Talent Acquisition Specialist).
- Ermittle die Dauer der Vakanz: Messe die Zeitspanne vom Ausscheiden des alten Mitarbeiters bis zum Start des neuen.
- Berechne die Kosten pro Tag oder Woche: Das kann aus dem entgangenen Umsatz, der Mehrbelastung anderer Mitarbeiter (Überstunden, externe Dienstleister) und sonstigen Effizienzverlusten bestehen.
- Multipliziere die Kosten mit der Vakanzdauer: So erhältst du die Gesamtkosten der Vakanz.
- Nutze die Erkenntnisse: Analysiere, ob der Recruiting-Prozess beschleunigt oder Ressourcen besser eingesetzt werden können, um diese Kosten zu reduzieren.
Beispiel: Du hast einen Recruiting Manager, der 5.000 Euro pro Monat kostet und entscheidend für die Besetzung offener Stellen ist. Die Vakanz dauert 3 Monate – durch entgangene Umsätze und Verzögerungen entstehen dir indirekte Kosten von 8.000 Euro. Die Cost-of-Vacancy REC beträgt also mindestens 23.000 Euro (15.000 Euro Gehalt + 8.000 Euro indirekte Kosten).
Vorteile für Arbeitgeber
Bessere Budgetplanung
Du weißt, wie viel eine unbesetzte Recruiting-Stelle kostet und kannst entsprechend investieren.
Effizienteres Recruiting
Die Kostenanalyse zeigt, wo Prozessoptimierungen am meisten bringen.
Mehr Transparenz
Stakeholder verstehen, warum schnelle Besetzungen wichtig sind.
Priorisierung
Du kannst vakante Positionen gezielt priorisieren, um Kosten zu minimieren.
Typische Fehler, die Unternehmen bei der Cost-of-Vacancy REC machen
Unterschätzung indirekter Kosten
Viele rechnen nur das Gehalt, vergessen aber Produktivitätsverluste oder Mehrarbeit.
Keine klare Erfassung der Vakanzdauer
Die Zeitspanne wird oft zu kurz oder lang angesetzt, was zu falschen Ergebnissen führt.
Fehlender regelmäßiger Check
Die Cost-of-Vacancy wird einmal berechnet und dann ignoriert, obwohl sich Recruiting-Prozesse ändern.
Keine Verbindung zu Recruiting-KPIs
Die Kosten werden nicht mit Kennzahlen wie Time-to-Hire oder Quality-of-Hire verknüpft.
Quick-Tipps für die Praxis
- Erstelle eine einfache Excel-Vorlage, um Cost-of-Vacancy regelmäßig zu berechnen.
- Beziehe neben dem Gehalt auch indirekte Kosten wie Umsatzverluste oder externe Recruiting-Kosten mit ein.
- Vergleiche die Cost-of-Vacancy verschiedener Positionen, um Prioritäten im Recruiting zu setzen.
- Nutze die Erkenntnisse, um Recruiting-Engpässe frühzeitig zu erkennen und zu handeln.
- Kommuniziere die Zahlen transparent im Management, um Unterstützung für Recruiting-Maßnahmen zu bekommen.
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