HR-Lexikon · Workforce Planning

BEM Personalplanung

Praxisnaher Leitfaden für HR-Verantwortliche und Personalentscheider.

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Abschnitt 01

Definition

BEM Personalplanung bedeutet, das Betriebliche Eingliederungsmanagement (BEM) aktiv in die Personalplanung einzubinden. Ziel ist es, Mitarbeitende nach längeren Fehlzeiten durch Krankheit systematisch und nachhaltig wieder in den Arbeitsprozess zu integrieren. Dabei wird die individuelle Situation des Mitarbeiters berücksichtigt und gleichzeitig die Personalressourcen so gesteuert, dass das Unternehmen handlungsfähig bleibt.

Abschnitt 02

Warum ist BEM Personalplanung für Arbeitgeber wichtig?

Langfristige Krankheitsausfälle kosten Unternehmen Zeit, Geld und produktive Kapazitäten. Die BEM Personalplanung hilft, diese Ausfälle besser zu managen, indem sie den Wiedereinstieg der Mitarbeitenden organisiert und unterstützt. So werden erneute Fehlzeiten reduziert und das Wissen sowie die Erfahrung der Mitarbeiter bleiben im Unternehmen erhalten. Für dich als Arbeitgeber bedeutet das weniger frustrierte Teams, bessere Planungssicherheit und langfristig geringere Personalkosten.

Außerdem ist das Betriebliche Eingliederungsmanagement gesetzlich vorgeschrieben (§ 167 Abs. 2 SGB IX), sobald Mitarbeitende innerhalb eines Jahres länger als sechs Wochen ununterbrochen oder wiederholt arbeitsunfähig sind. Eine strukturierte BEM Personalplanung schützt dich also auch vor rechtlichen Risiken.

Aus der Praxis

So funktioniert BEM Personalplanung in der Praxis

  1. Frühzeitige Identifikation: Erfasse systematisch Mitarbeitende mit längeren Fehlzeiten und bereite den BEM-Prozess vor.
  2. Analyse der Situation: Ermittle gemeinsam mit dem Mitarbeiter die Ursachen der Fehlzeiten und mögliche Barrieren für die Rückkehr.
  3. Individuelle Maßnahmenplanung: Entwickle passgenaue Wiedereingliederungspläne – z. B. schrittweise Arbeitszeitsteigerung, Anpassung des Arbeitsplatzes oder Aufgabenmodifikation.
  4. Integration in die Personalplanung: Berücksichtige die Wiedereingliederung bei der Kapazitäts- und Einsatzplanung, damit es keine Engpässe gibt und der Mitarbeiter optimal unterstützt wird.
  5. Monitoring und Anpassung: Verfolge den Fortschritt, halte regelmäßige Gespräche und passe den Plan bei Bedarf an.
Dein Vorteil

Vorteile für Arbeitgeber

  • Reduzierung von Wiederholungserkrankungen und Fehlzeiten
  • Erhalt von Know-how und Erfahrung im Unternehmen
  • Bessere Planbarkeit von Personalressourcen trotz Krankheitsausfällen
  • Stärkung der Mitarbeiterbindung und Motivation durch Wertschätzung
  • Erfüllung gesetzlicher Vorgaben und Minimierung rechtlicher Risiken
Abschnitt 05

Typische Fehler bei der BEM Personalplanung

  • Zu spät starten: BEM erst einleiten, wenn die Fehlzeiten schon sehr lang sind, statt frühzeitig zu reagieren.
  • Unzureichende Kommunikation: Mitarbeiter fühlen sich nicht eingebunden oder schlecht informiert.
  • Keine individuelle Planung: Einheitslösungen statt maßgeschneiderter Wiedereingliederung.
  • Fehlende Integration in die Personalplanung: Wiedereingliederte Mitarbeitende werden nicht ausreichend berücksichtigt, was zu Überlastung oder Unterforderung führt.
  • Keine Nachverfolgung: Keine regelmäßigen Check-ins oder Anpassungen der Maßnahmen.

Quick-Tipps für deine BEM Personalplanung

  • Beginne das BEM möglichst früh, wenn die 6-Wochen-Marke absehbar ist.
  • Führe offene und wertschätzende Gespräche mit den betroffenen Mitarbeitenden.
  • Arbeite eng mit Führungskräften und dem Betriebsrat zusammen.
  • Dokumentiere alle Schritte und Maßnahmen sorgfältig.
  • Beziehe die Wiedereingliederung immer in deine Personalplanung und Einsatzplanung ein.
Hinweis: Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ersetzt keine Rechtsberatung. Bei konkreten Fragen wende dich bitte an einen Fachanwalt für Arbeitsrecht.
Abschnitt 06

Verwandte Begriffe