AU-Bescheinigung PA — Definition und Praxis für Arbeitgeber
Praxisnaher Leitfaden für HR-Verantwortliche und Personalentscheider.

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Definition
Die AU-Bescheinigung PA steht für die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung, die in der Personalakte (PA) abgelegt wird. Sie dokumentiert offiziell, dass ein Mitarbeiter aufgrund von Krankheit nicht arbeitsfähig ist. Für Arbeitgeber ist sie der Nachweis, um Fehlzeiten korrekt zu erfassen und die Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall zu prüfen.
Warum ist die AU-Bescheinigung PA wichtig für Arbeitgeber?
Für dich als Arbeitgeber ist die AU-Bescheinigung PA ein zentrales Dokument im Krankheitsfall deiner Mitarbeiter. Sie dient nicht nur als Nachweis für die Abwesenheit, sondern ist auch Grundlage für die Lohnfortzahlung bis zu sechs Wochen und für die Meldung an die Krankenkasse. Ohne die korrekte AU-Bescheinigung kannst du den Anspruch auf Entgeltfortzahlung nicht prüfen oder geltend machen.
Zudem hilft die sorgfältige Ablage in der Personalakte bei der Organisation, der Nachverfolgung von Fehlzeiten und bei eventuellen späteren Gesprächen zur Gesundheit des Mitarbeiters oder zur betrieblichen Wiedereingliederung.
So funktioniert die AU-Bescheinigung PA in der Praxis
- Mitarbeiter meldet Krankheit: Der Mitarbeiter informiert dich möglichst frühzeitig über seine Erkrankung.
- Ausstellung der AU: Der Arzt stellt eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung aus, die den Zeitraum der Erkrankung bestätigt.
- Übergabe an Arbeitgeber: Der Mitarbeiter übergibt dir die AU-Bescheinigung. Seit 2022 ist auch die digitale Übermittlung (elektronische AU) möglich, die du über deine Krankenkasse erhältst.
- Ablage in der Personalakte: Du legst die AU-Bescheinigung in der Personalakte des Mitarbeiters ab – entweder als Papierdokument oder digital.
- Prüfung der Entgeltfortzahlung: Du verlagerst anhand der AU, ob die Voraussetzungen für die Fortzahlung des Gehalts erfüllt sind.
Vorteile für Arbeitgeber
Rechtssicherheit
Du hast einen offiziellen Nachweis für die Krankheit und kannst Entgeltfortzahlung korrekt abrechnen.
Dokumentation
Strukturierte Ablage erleichtert die Fehlzeitenverwaltung und spätere Auswertungen.
Transparenz
Klarheit über Dauer und Beginn der Arbeitsunfähigkeit hilft bei der Personalplanung.
Datenschutzkonformität
Die AU-Bescheinigung enthält keine sensiblen Diagnosedaten, was den Datenschutz erleichtert.
Typische Fehler, die Arbeitgeber bei der AU-Bescheinigung PA machen
- Fehlende oder verspätete Ablage: Wenn die AU nicht zeitnah in die Personalakte kommt, riskierst du Nachweise zu verlieren.
- Unvollständige Dokumentation: Manchmal fehlt die AU ganz oder es wird nur das Krankmelden notiert ohne Bescheinigung.
- Datenschutz nicht beachten: Die AU darf keine Diagnose enthalten und muss vertraulich behandelt werden.
- Digitale AU nicht korrekt verarbeiten: Viele Arbeitgeber unterschätzen die Umstellung auf die elektronische AU und verpassen Fristen oder Ablage-Regeln.
- Keine Kopie an die Krankenkasse (bei längerer Krankheit): Das kann zu Problemen bei der Krankengeldzahlung führen.
Quick-Tipps für die richtige Handhabung der AU-Bescheinigung PA
- Fordere die AU stets zeitnah vom Mitarbeiter an und kontrolliere das Datum.
- Lege die AU sofort in der Personalakte ab – digital oder in Papierform.
- Bewahre die AU getrennt von anderen Dokumenten auf, um Datenschutz zu gewährleisten.
- Informiere dich über die elektronische AU und richte ggf. die technischen Voraussetzungen ein.
- Behalte die Fristen für die Entgeltfortzahlung und Krankenkassenmeldungen im Blick.
Verwandte Begriffe
- Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung
- Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall
- Krankmeldung
- Elektronische AU (eAU)
- Personalakte
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