AGG Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz DI
TalentMatch24 Redaktion
Stand: März 2026
AGG Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz DI
Definition
Das AGG (Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz) ist ein deutsches Gesetz, das Diskriminierung am Arbeitsplatz verbietet. Im Bereich Diversity & Inclusion (DI) stellt es sicher, dass niemand aufgrund von Alter, Geschlecht, ethnischer Herkunft, Religion, Behinderung oder sexueller Orientierung benachteiligt wird. Kurz gesagt: Das AGG schützt deine Mitarbeitenden und Bewerbenden vor unfairer Behandlung.
Warum ist das AGG im Diversity & Inclusion-Kontext wichtig für dich als Arbeitgeber?
Das AGG ist mehr als nur ein Gesetzestext – es ist ein praktischer Rahmen, der deinen Betrieb vor Diskriminierung schützt und ein respektvolles Miteinander fördert. Für dich als Arbeitgeber bedeutet das:
- Du vermeidest teure Rechtsstreitigkeiten und Image-Schäden durch Diskriminierungsvorwürfe.
- Du stärkst dein Betriebsklima und erhöhst die Zufriedenheit aller Mitarbeitenden.
- Ein diskriminierungsfreies Umfeld fördert Vielfalt – was nachweislich Innovation und Teamarbeit verbessert.
- Du erfüllst deine gesetzliche Pflicht und bist fit für eine diverse, moderne Arbeitswelt.
So funktioniert das AGG im Alltag deines Unternehmens
Das AGG betrifft alle Phasen des Arbeitsverhältnisses – von der Stellenanzeige bis zur Kündigung. So setzt du es um:
- Stellenanzeigen und Recruiting: Formuliere deine Ausschreibungen neutral, ohne ausschließende Formulierungen oder Vorgaben.
- Auswahlprozess: Bewerte Bewerbende ausschließlich nach fachlichen Kriterien und vermeide Fragen zu persönlichen Merkmalen, die Diskriminierung fördern könnten.
- Arbeitsalltag: Schaffe klare Regeln gegen Mobbing und Diskriminierung, z. B. in Verhaltenskodizes.
- Schulung: Sensibilisiere Führungskräfte und Mitarbeitende regelmäßig für Diversity & Inclusion und das AGG.
- Beschwerdemanagement: Etabliere eine anonyme und unkomplizierte Möglichkeit, Diskriminierung zu melden und schnell zu reagieren.
Vorteile für Arbeitgeber
- Reduzierung von Konflikten und rechtlichen Risiken im Unternehmen
- Attraktiveres Arbeitgeberimage für Talente, die Wert auf Diversity legen
- Förderung eines wertschätzenden und produktiven Arbeitsumfelds
- Erhöhung der Mitarbeitermotivation und Bindung durch Inklusion
- Erfüllung gesetzlicher Anforderungen ohne böse Überraschungen
Typische Fehler, die Arbeitgeber beim AGG machen
- Unbewusste Diskriminierung durch stereotype Formulierungen in Stellenanzeigen (z. B. „junges Team“)
- Fehlende oder unzureichende Schulungen zu Diversity & Inclusion und AGG
- Keine klare Anlaufstelle für Diskriminierungsbeschwerden im Unternehmen
- Auswahlkriterien, die persönliche Merkmale statt Qualifikation priorisieren
- Zu wenig aktive Kommunikation der AGG-Compliance im Unternehmen
Quick-Tipps für den Umgang mit dem AGG im Diversity & Inclusion
- Formuliere Stellenanzeigen geschlechts- und altersneutral.
- Schule Führungskräfte regelmäßig zum AGG und Diversity-Themen.
- Richte eine vertrauliche Beschwerdestelle für Diskriminierung ein.
- Bewerte Bewerbende und Mitarbeitende ausschließlich nach objektiven Kriterien.
- Kommuniziere deine AGG- und Diversity-Strategie offen im Unternehmen.
Verwandte Begriffe
- Diversity Management
- Inclusion (Inklusion)
- Antidiskriminierung
- Betriebliches Gesundheitsmanagement
- Arbeitsrechtliche Gleichbehandlung
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Hinweis: Dies ist keine Rechtsberatung. Konsultiere im Zweifelsfall einen Fachanwalt für Arbeitsrecht.
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