HR-Lexikon · People Analytics

Absentismus-Analyse

Praxisnaher Leitfaden für HR-Verantwortliche und Personalentscheider.

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Abschnitt 01

Definition

Die Absentismus-Analyse ist eine systematische Auswertung der Fehlzeiten und Abwesenheiten von Mitarbeitenden in deinem Unternehmen. Ziel ist es, Muster, Ursachen und Trends zu erkennen, um gezielt Maßnahmen zur Reduzierung von krankheitsbedingten oder sonstigen Fehlzeiten zu ergreifen.

📌
Kurz gesagt
Kurz gesagt: Du schaust dir an, wie oft, wie lange und warum deine Mitarbeitenden fehlen – und nutzt diese Infos, um die Produktivität zu sichern und die Mitarbeiterzufriedenheit zu verbessern.
Abschnitt 02

Warum ist die Absentismus-Analyse für dich als Arbeitgeber wichtig?

Fehlzeiten kosten dich als Arbeitgeber bares Geld – durch Produktionsausfälle, Überstunden anderer Mitarbeitender oder Verzögerungen bei Projekten. Die Absentismus-Analyse hilft dabei, die Ursachen für häufige oder langanhaltende Ausfälle aufzudecken. So kannst du gezielt handeln, bevor Fehlzeiten zum ernsten Problem werden.

Außerdem zeigt dir die Analyse, ob bestimmte Abteilungen oder Teams besonders betroffen sind oder ob saisonale Schwankungen vorliegen. Damit kannst du Ressourcen besser planen und gezielte Gesundheits- oder Motivationsprogramme entwickeln.

Ohne eine solche Analyse tappst du oft im Dunkeln und reagierst nur auf Symptome statt auf Ursachen.

Aus der Praxis

So funktioniert die Absentismus-Analyse in der Praxis

  1. Daten erfassen: Sammle relevante Daten zu Fehlzeiten – Dauer, Häufigkeit, Gründe (z.B. Krankheit, Urlaub, Sonderurlaub), Abteilung, Position.
  2. Daten auswerten: Erstelle Kennzahlen wie Fehlzeitenquote (Anteil der ausgefallenen Arbeitstage am Soll), Durchschnittsdauer der Abwesenheiten und Häufigkeit der Kurzzeit- vs. Langzeitfehlzeiten.
  3. Muster erkennen: Suche nach wiederkehrenden Gründen oder Zeiträumen mit besonders hohen Fehlzeiten, z.B. Grippewellen oder Belastungsspitzen.
  4. Ursachen analysieren: Sprich mit Führungskräften und Mitarbeitenden, um Hintergründe wie Überlastung, fehlende Motivation oder gesundheitliche Probleme besser zu verstehen.
  5. Maßnahmen ableiten: Entwickle Maßnahmenpakete, z.B. Betriebliches Gesundheitsmanagement, flexible Arbeitszeiten oder Schulungen für Führungskräfte im Umgang mit Fehlzeiten.
  6. Erfolg kontrollieren: Überwache die Fehlzeiten regelmäßig, um den Effekt der Maßnahmen zu messen und gegebenenfalls nachzusteuern.
Dein Vorteil

Vorteile der Absentismus-Analyse für Arbeitgeber

  • Früherkennung von Problemen, die zu hohen Fehlzeiten führen
  • Gezielte und effektive Maßnahmen zur Fehlzeitenreduzierung
  • Bessere Planung von Personalressourcen und Vertretungen
  • Steigerung der Mitarbeiterzufriedenheit durch gezielte Gesundheitsförderung
  • Reduzierung von Kosten durch vermiedene Fehlzeiten
Abschnitt 05

Typische Fehler bei der Absentismus-Analysedas solltest du vermeiden

  • Daten unvollständig oder ungenau erfassen: Wenn Fehlzeiten nicht systematisch dokumentiert werden, fehlt die Grundlage für eine valide Analyse.
  • Nur auf Zahlen schauen: Fehlzeiten allein sagen wenig über Ursachen aus – Gespräche mit Führungskräften und Mitarbeitenden sind wichtig.
  • Keine regelmäßige Analyse: Fehlzeiten sind dynamisch, deshalb sollte die Analyse mindestens quartalsweise erfolgen.
  • Maßnahmen nicht umsetzen oder kontrollieren: Die Analyse bringt nichts, wenn du die Erkenntnisse nicht in konkrete Schritte übersetzt und den Erfolg misst.
  • Datenschutz vernachlässigen: Fehlzeiten sind sensible Daten – achte auf vertrauliche und rechtskonforme Handhabung.

Quick-Tipps für deine Absentismus-Analyse

  • Führe ein digitales Fehlzeiten-Tracking für bessere Übersicht.
  • Erstelle standardisierte Kennzahlen (z.B. Fehlzeitenquote) für Vergleichbarkeit.
  • Nutze Gespräche und Mitarbeiterbefragungen, um Ursachen zu verstehen.
  • Setze Maßnahmen gezielt und überprüfe ihre Wirkung regelmäßig.
  • Beachte Datenschutz und informiere Mitarbeitende transparent über die Analyse.
Abschnitt 06

Verwandte Begriffe

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Hinweis: Dies ist keine Rechtsberatung. Konsultiere im Zweifelsfall einen Fachanwalt oder Experten für Arbeitsrecht.