Quereinsteiger-Ratgeber
6 Min. Lesezeit

Quereinsteiger als Visagist/in einstellen — so klappt es

TM

TalentMatch24 Redaktion

Stand: März 2026

Quereinsteiger als Visagist/in einstellen — so klappt es

Montag früh, dein/e Visagist/in hat überraschend gekündigt. Ab morgen klafft eine Lücke im Team. Die Stelle ist seit Wochen offen, das Team arbeitet Überstunden, um den Ausfall zu kompensieren. Drei Bewerbungen in vier Wochen – keine passt wirklich. Die Suche nach qualifizierten Visagisten gestaltet sich schwieriger als gedacht. In solchen Situationen ist es sinnvoll, den Blick auf Quereinsteiger zu richten. Doch wie sehen die Kosten aus? Was musst du bei der Einarbeitung beachten? Und lohnt sich der Aufwand finanziell wirklich? Dieser Ratgeber liefert dir die nüchternen Zahlen und Fakten für deinen Business Case.

Warum Quereinsteiger als Visagist/in einstellen?

Die Beauty- und Fashionbranche ist hart umkämpft, und speziell erfahrene Visagisten sind rar. Der Fachkräftemangel trifft auch diesen Sektor, verstärkt durch den demografischen Wandel und veränderte Ausbildungszahlen. Klassische Bewerber bleiben aus, Stellen bleiben länger offen. Quereinsteiger eröffnen hier eine zusätzliche Ressource. Sie sind motiviert, bringen frische Perspektiven mit und können nach einer soliden Einarbeitung oft sehr gut eingesetzt werden. Für dich als kaufmännische Leitung heißt das: Du kannst personelle Lücken schneller schließen, den Betrieb stabilisieren und damit Umsatzeinbußen durch Ausfälle minimieren.

Welche Fähigkeiten bringen Quereinsteiger mit?

Quereinsteiger als Visagist/in kommen häufig aus verwandten kreativen oder kundenorientierten Bereichen. Typische Herkunftsberufe sind Kosmetiker/in, Friseur/in, Theater- oder Eventmitarbeiter/in, sogar Fotografen oder Verkäufer im Beauty-Bereich. Diese bringen grundlegendes Gespür für Ästhetik, Kundenkontakt und Produktkenntnisse mit. Ihre Motivation, in einem neuen Berufsfeld Fuß zu fassen, ist oft hoch. Das kommunikative Talent und die Flexibilität helfen, sich schnell in neue Abläufe einzuarbeiten. Allerdings fehlt meist die professionelle Make-up-Technik, das Verständnis für besondere Hauttypen und die Routine bei speziellen Anforderungen (z.B. Film, TV, Brautstyling).

Was fehlt und wie lange dauert die Einarbeitung?

Die fehlenden fachlichen Kompetenzen müssen systematisch aufgebaut werden. Das umfasst:

  • Grundlagen professioneller Make-up-Techniken
  • Produktschulung (Marken, Inhaltsstoffe, Verträglichkeiten)
  • Arbeit mit verschiedenen Hauttypen und -zuständen
  • Umgang mit Kundenwünschen und Zeitdruck
  • Hygiene- und Sicherheitsstandards

Die Einarbeitung dauert realistisch 3 bis 6 Monate, je nach Vorerfahrung und Intensität der Schulung. Währenddessen solltest du mit reduzierter Leistungskapazität rechnen. Das bedeutet, dass du weiterhin Unterstützung durch erfahrene Kollegen oder externe Trainer brauchst, um Qualität sicherzustellen.

Kalkulation der Gesamtkosten für Quereinsteiger

Kostenfaktor Beschreibung Beispielwert (monatlich)
Bruttogehalt Visagist/in (Quereinsteiger) Marktüblicher Einstiegslohn, z.B. 2.000 € brutto 2.000 €
Sozialabgaben Arbeitgeberanteil ca. 20 % vom Bruttogehalt 400 €
Einarbeitungskosten Interne Schulungen, Trainer, reduzierte Produktivität (20 % Leistungseinbuße) ca. 500 € (anteilig)
Cost-of-Vacancy Umsatzeinbußen oder Mehrkosten durch Personalengpass (geschätzt) ca. 600 €
Gesamtkosten pro Monat in der Einarbeitungsphase 3.500 €

Die Einarbeitungsphase von 3 bis 6 Monaten bedeutet Gesamtkosten von etwa 10.500 € bis 21.000 €. Im Vergleich zu einer langen Vakanz oder teurem Interimspersonal ist das häufig wirtschaftlich sinnvoll.

Fördermöglichkeiten nutzen

Um die Kosten zu senken und den ROI zu verbessern, gibt es verschiedene Förderprogramme:

  • Bildungsgutschein: Die Agentur für Arbeit kann Weiterbildungskosten übernehmen.
  • Eingliederungszuschuss: Zuschüsse zur Lohnfortzahlung in den ersten Monaten.
  • Qualifizierungschancengesetz: Zuschüsse für Weiterbildungen bei älteren oder Langzeitarbeitslosen.
  • AVGS (Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein): Zuschüsse für Coachings und Trainings.

Nutze diese Förderungen gezielt, um die Einarbeitungskosten zu reduzieren und die Anstellung von Quereinsteigern wirtschaftlich attraktiver zu machen.

"Ich rate jedem Arbeitgeber: Schreib die Stellenanzeige so, wie du mit einem Freund über den Job reden würdest. Authentisch schlägt perfekt — jedes Mal." — Yamina Siracusa, HR-Spezialistin bei TalentMatch24

Tipps für die Stellenanzeige

Damit deine Anzeige auch Quereinsteiger anspricht, formuliere sie klar und offen:

  • Nutze Formulierungen wie „Quereinsteiger willkommen“ oder „Berufseinsteiger mit Motivation gesucht“.
  • Beschreibe die Aufgaben realistisch und kommuniziere, welche Unterstützung und Einarbeitung du bietest.
  • Vermeide zu lange Listen von Muss-Kenntnissen, die Quereinsteiger abschrecken.
  • Betone die Entwicklungsmöglichkeiten und Förderungen.
  • Füge einen Link zu einer fertigen Stellenanzeige Visagist/in — Quereinsteiger-freundliche Vorlage bei, falls du Unterstützung möchtest.

Typische Wege von Quereinsteigern als Visagist/in

Viele Quereinsteiger kommen aus diesen Bereichen:

  • Kosmetik- und Friseurbereich: Grundkenntnisse in Hautpflege und Styling sind oft vorhanden.
  • Event- und Theaterbranche: Erfahrung mit Bühnenmake-up und schnellen Umstylings.
  • Einzelhandel Beauty/Parfümerie: Produktwissen und Kundenkontakt sind wertvoll.
  • Fotografie und Mode: Verständnis für Ästhetik und Inszenierung.

Diese Hintergründe erleichtern den Einstieg und die Einarbeitung deutlich.

Fazit für die kaufmännische Leitung

Quereinsteiger als Visagist/in einzustellen ist kein billiger Selbstläufer, aber ein pragmatischer Weg, vakante Positionen zu besetzen und den Betrieb aufrechtzuerhalten. Die Kosten für Gehalt, Sozialabgaben und Einarbeitung summieren sich in den ersten Monaten auf etwa 3.500 € monatlich. Förderprogramme helfen, die Belastung zu reduzieren. Die Investition lohnt sich besonders, wenn du die Stelle sonst lange nicht besetzen kannst und Umsatzverluste drohen.

Plane realistisch, investiere in strukturierte Einarbeitung und nutze klare, einladende Stellenanzeigen. So verbesserst du die Chancen, motivierte Quereinsteiger zu finden und langfristig zu binden.

Mehr zu den Gehaltskosten findest du hier: Visagist/in Gehalt — was du Quereinsteigern zahlen solltest.

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FAQ: Quereinsteiger als Visagist/in einstellen

Wie lange dauert die Einarbeitung von Quereinsteigern im Visagistenberuf?

Die Einarbeitung dauert in der Regel 3 bis 6 Monate, abhängig von der Vorerfahrung und Intensität der Schulung. Während dieser Zeit brauchst du interne oder externe Trainer und musst mit reduzierter Leistung rechnen.

Welche Fördermöglichkeiten unterstützen die Einstellung von Quereinsteigern?

Förderungen wie Bildungsgutschein, Eingliederungszuschuss, Qualifizierungschancengesetz und AVGS können die Lohnkosten und Weiterbildungskosten reduzieren und so den ROI verbessern.

Wie schreibe ich eine Stellenanzeige, die Quereinsteiger anspricht?

Sei offen mit Formulierungen wie „Quereinsteiger willkommen“, beschreibe die Einarbeitung und die Entwicklungschancen realistisch und vermeide abschreckende Anforderungen. Nutze gerne unsere Stellenanzeige Visagist/in – Quereinsteiger-freundliche Vorlage.

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