Quereinsteiger als Steuerfachangestellte/r einstellen — so klappt es
TalentMatch24 Redaktion
Stand: März 2026
Quereinsteiger als Steuerfachangestellte/r einstellen — so klappt es
Montagmorgen in Berlin: Das Telefon klingelt ununterbrochen, der Stapel an Belegen wächst, und deine erfahrene Steuerfachangestellte fällt für mehrere Wochen aus. Du brauchst dringend Unterstützung – aber Fachkräfte sind seit Monaten Mangelware. Jetzt denkst du darüber nach, Quereinsteiger als Steuerfachangestellte/r einzustellen. Geht das überhaupt? Was musst du beachten? Und wie lange dauert es, bis die neuen Mitarbeiter wirklich helfen können?
Warum Quereinsteiger als Steuerfachangestellte/r einstellen?
Der Fachkräftemangel trifft gerade Steuerbüros und Kanzleien hart. Ausgebildete Steuerfachangestellte sind knapp, die Bewerberzahlen sinken und der demografische Wandel sorgt für immer weniger Nachwuchs. Wenn du nur noch mit langen Wartezeiten auf qualifizierte Bewerber haderst, ist der Quereinstieg eine echte Option.
Quereinsteiger bringen zwar nicht sofort das komplette Know-how mit, dafür aber oft viel Motivation und eine andere Perspektive. Gerade kleine und mittlere Betriebe profitieren davon, weil sie die Chance haben, Mitarbeiter individuell zu fördern und an sich zu binden.
Welche Fähigkeiten bringen Quereinsteiger mit?
Viele Quereinsteiger kommen aus kaufmännischen Berufen wie Bürokaufleuten, Steuerhelfern, Bankangestellten oder auch aus völlig anderen Bereichen wie dem Einzelhandel oder der Verwaltung. Sie bringen wichtige Grundfähigkeiten mit:
- Zahlenverständnis: Grundlegende mathematische Kenntnisse sind oft vorhanden.
- Organisationstalent: Der Umgang mit Fristen, Akten und Terminen ist vielen nicht fremd.
- EDV-Grundkenntnisse: Erfahrung mit Office-Programmen und digitalen Ablagesystemen erleichtert den Einstieg.
- Motivation und Lernbereitschaft: Wer sich für den Quereinstieg entscheidet, bringt meist viel Engagement mit.
Diese Fähigkeiten sind eine gute Basis, um die spezifischen Kenntnisse im Steuerrecht und in der Buchhaltung zu erlernen.
"Quereinsteiger sind kein Kompromiss. Wer die richtige Einstellung mitbringt, lernt den Rest schneller, als du denkst. Du musst nur bereit sein, in die Einarbeitung zu investieren." — Yamina Siracusa, HR-Spezialistin bei TalentMatch24
Was fehlt und wie lange dauert die Einarbeitung?
Natürlich fehlt Quereinsteigern das fachspezifische Wissen, das eine Steuerfachangestellte braucht. Dazu zählen:
- Kenntnisse im Steuerrecht (Einkommensteuer, Umsatzsteuer, Gewerbesteuer etc.)
- Vertrautheit mit DATEV und anderen Fachprogrammen
- Verständnis für Buchführung und Jahresabschlüsse
- Kommunikation mit Mandanten und Finanzämtern
Realistisch musst du mit einer Einarbeitungszeit von 6 bis 12 Monaten rechnen, bis Quereinsteiger eigenständig arbeiten können. Die ersten Wochen sind vor allem von Schulungen, begleitetem Arbeiten und viel Feedback geprägt.
Wichtig: Geduld und regelmäßige Unterstützung zahlen sich aus. Quereinsteiger brauchen klare Strukturen und ein gutes Mentoring, dann entwickeln sie sich schnell weiter.
Fördermöglichkeiten für Arbeitgeber
Das Anlernen von Quereinsteigern kostet Zeit und Geld. Zum Glück gibt es in Deutschland einige Förderprogramme, die dich dabei unterstützen:
- Bildungsgutschein: Jobcenter und Arbeitsagentur übernehmen die Kosten für Weiterbildungen, die Quereinsteiger fit machen.
- Eingliederungszuschuss: Für die Lohnkosten kannst du als Arbeitgeber Zuschüsse erhalten, wenn du Arbeitslose oder Langzeitarbeitslose einstellst.
- Qualifizierungschancengesetz: Dieses Gesetz fördert die berufliche Weiterbildung von Mitarbeitern und Quereinsteigern.
- Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein (AVGS): Damit kannst du Quereinsteigern individuelle Coachings und Trainings ermöglichen.
Tipps für die Stellenanzeige
Auf der Suche nach Quereinsteigern solltest du deine Stellenanzeige offen und einladend formulieren. So erreichst du auch Bewerber ohne klassische Ausbildung:
- Schreib klar: „Quereinsteiger willkommen“ oder „Keine abgeschlossene Ausbildung erforderlich, wir bilden dich an“.
- Betone die Einarbeitung und die Unterstützung: „Wir begleiten dich Schritt für Schritt“.
- Erwähne die relevanten Fähigkeiten, die mitgebracht werden sollten (Zahlenverständnis, Organisation).
- Mach deutlich, dass Motivation und Lernbereitschaft wichtiger sind als die formale Qualifikation.
Nutze unsere Stellenanzeige Steuerfachangestellte/r — Quereinsteiger-freundliche Vorlage als praktische Hilfe.
Erfahrungsberichte und typische Herkunftsberufe
Viele Quereinsteiger als Steuerfachangestellte kommen aus Berufen, in denen sie schon mit Zahlen und Verwaltung zu tun hatten:
- Bürokaufleute und Verwaltungsfachkräfte
- Bank- und Versicherungsangestellte
- Steuerhelfer und Lohnbuchhalter ohne formale Ausbildung
- Einzelhandel oder Kundenservice (mit gutem Zahlenverständnis)
Die meisten starten mit einer Qualifizierung via Fernkurs, Weiterbildung oder einem berufsbegleitenden Seminar. Im Job lernen sie dann das Kanzlei-typische Tagesgeschäft.
Rechne selbst nach: So viel kostet dich die Einstellung wirklich
| Anbieter | Kosten | Vorteile | Nachteile |
|---|---|---|---|
| TalentMatch24 | Ab 399€ für Vollzeit-Fachkraft | Schnelle Vermittlung, gezielt Quereinsteiger, transparente Preise | Eigenes Einarbeitungs- und Förderkonzept nötig |
| Zeitungsanzeige | Ab 300€ (ohne Garantie für Bewerber) | Bekanntes Medium | Lange Wartezeiten, oft unpassende Bewerber |
| Personalvermittlung | 2-3 Monatsgehälter | Qualifizierte Fachkräfte | Sehr teuer, oft keine Quereinsteiger |
Fazit: Die günstigste und schnellste Option.
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Mehr zum Thema Verdienst findest du hier: Steuerfachangestellte/r Gehalt — was du Quereinsteigern zahlen solltest
FAQs zum Quereinstieg als Steuerfachangestellte/r
Wie lange dauert die Einarbeitung eines Quereinsteigers?
Typischerweise zwischen 6 und 12 Monaten, abhängig von der Vorbildung und der Intensität der Betreuung.
Welche Förderungen kann ich als Arbeitgeber nutzen?
Bildungsgutschein, Eingliederungszuschuss, Qualifizierungschancengesetz und AVGS unterstützen dich finanziell.
Muss ich Quereinsteigern eine Ausbildung ermöglichen?
Nein, eine formale Ausbildung ist nicht zwingend nötig. Eine gezielte Weiterbildung und praktische Einarbeitung reichen oft aus.
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