Quereinsteiger als Sicherheitsmitarbeiter/in einstellen — was du als kaufmännische Leitung wissen musst
TalentMatch24 Redaktion
Stand: März 2026
Quereinsteiger als Sicherheitsmitarbeiter/in einstellen — was du als kaufmännische Leitung wissen musst
Montagmorgen, dein/e Sicherheitsmitarbeiter/in hat überraschend gekündigt. Ab morgen klafft eine Lücke im Team. Die Stelle ist seit Wochen offen, das bestehende Personal arbeitet Überstunden und die Bewerbungen sind spärlich: Drei in vier Wochen, keine davon passend. Das Problem ist klar: Fachkräfte sind nicht zu finden, aber die Sicherheit darf nicht leiden.
Warum Quereinsteiger als Sicherheitsmitarbeiter/in eine Option sind
Der Fachkräftemangel im Sicherheitsdienst ist real und spürbar. Die Anforderungen steigen, doch qualifizierte Bewerber sind knapp. Gleichzeitig sorgt der demografische Wandel für weniger Nachwuchs in klassischen Sicherheitsberufen. Hier eröffnen Quereinsteiger eine pragmatische Alternative, um vakante Stellen zu besetzen und Betriebssicherheit zu gewährleisten.
Quereinsteiger bringen zwar keine klassische Ausbildung als Sicherheitsmitarbeiter/in mit, sind aber motiviert, zuverlässig und oft flexibel einsetzbar. Sie füllen kurzfristig Lücken und können mit gezielter Einarbeitung fit gemacht werden – ein Weg, den immer mehr Arbeitgeber gehen.
"Die besten Kandidaten sind selten aktiv auf Jobsuche. Aber sie sind offen — wenn das Angebot stimmt und der erste Eindruck passt." — Yamina Siracusa, HR-Spezialistin bei TalentMatch24
Welche Fähigkeiten bringen Quereinsteiger mit?
Viele Quereinsteiger kommen aus Berufen mit Kundenkontakt, Schichtarbeit oder verantwortungsvollen Tätigkeiten. Typische Herkunftsbranchen sind:
- Einzelhandel (Kassenpersonal, Verkauf)
- Logistik und Lager (Kommissionierer, Fahrer)
- Gastronomie (Kellner, Servicekräfte)
- Militär oder Feuerwehr (teilweise auch Ehrenamt)
Diese Kandidaten bringen wichtige Soft Skills mit:
- Zuverlässigkeit und Pünktlichkeit
- Konfliktfähigkeit und Durchsetzungsvermögen
- Kundenorientierung und höfliches Auftreten
- Schicht- und Wochenendarbeit gewohnt
Technische Kenntnisse, rechtliches Wissen und spezifische Sicherheitskompetenzen fehlen jedoch meistens und müssen systematisch vermittelt werden.
Was fehlt Quereinsteigern? Realistische Einarbeitungszeiten
Die Einarbeitung ist der Schlüssel zum Erfolg. Für Sicherheitsmitarbeiter/in ohne Ausbildung gilt:
| Einarbeitungsbereich | Dauer | Inhalte |
|---|---|---|
| Grundlagen Sicherheit & Recht | 2–4 Wochen | Rechtliche Rahmenbedingungen, Hausrecht, Umgang mit Konflikten |
| Technische Einweisung | 1–2 Wochen | Bedienung von Überwachungstechnik, Alarmanlagen, Kontrollrundgänge |
| Praktische Unterweisung & Mentoring | 4–6 Wochen | Begleitung erfahrener Mitarbeiter, Einsatztraining, Kommunikation |
Insgesamt solltest du mit etwa 6 bis 12 Wochen rechnen, bis ein Quereinsteiger die Grundanforderungen erfüllt und weitgehend selbstständig arbeiten kann. Je nach Komplexität des Einsatzortes kann die Zeit variieren.
Fördermöglichkeiten für die Einstellung von Quereinsteigern
Um die Kosten im Griff zu behalten, gibt es verschiedene staatliche Förderprogramme:
- Bildungsgutschein: Ermöglicht finanzierte Weiterbildung, z.B. Sachkundeprüfung nach §34a GewO.
- Eingliederungszuschuss: Zuschüsse zu den Lohnkosten bei der Einstellung von Quereinsteigern.
- Qualifizierungschancengesetz: Zuschüsse für Weiterbildungen bei älteren Arbeitnehmern oder Langzeitarbeitslosen.
- Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein (AVGS): Kostenübernahme für Bewerbercoachings und Trainings.
Nutze diese Programme, um die Investition in Quereinsteiger kalkulierbar zu machen und interne Kosten zu minimieren.
Gesamtkosten und Budgetplanung: Ein realistischer Überblick
Für die kaufmännische Leitung sind die Gesamtkosten entscheidend. Hier eine Beispielrechnung für einen Quereinsteiger als Sicherheitsmitarbeiter/in in Vollzeit:
| Kostenfaktor | Betrag (monatlich, in €) | Kommentar |
|---|---|---|
| Bruttogehalt Quereinsteiger | 2.200 | Orientierung am Marktdurchschnitt |
| Sozialabgaben & Lohnnebenkosten (ca. 20%) | 440 | Arbeitgeberanteil |
| Einarbeitungskosten (interne Betreuung, Trainings) | 600 | geschätzte Aufwände für ca. 2 Monate |
| Cost-of-Vacancy (Leerlauf, Produktivitätsverlust) | 1.000 | Risiko bis zur vollen Einsatzfähigkeit |
| Gesamtkosten erste 2 Monate | 8.480 | Summe aller Faktoren |
Verglichen mit der Kostenfalle einer dauerhaft unbesetzten Stelle oder teuren Personalvermittlern ist das ein kalkulierbarer Wert. Langfristig amortisiert sich die Investition durch reduzierte Ausfallzeiten und stabilere Sicherheit.
Tipps für die Stellenanzeige: So sprichst du Quereinsteiger an
Die Formulierung in der Anzeige entscheidet, ob du Quereinsteiger erreichst. Formulierungen wie „Quereinsteiger willkommen“ solltest du auf konkrete Erwartungen abstimmen:
- Betone, dass Vorerfahrung im Sicherheitsdienst nicht zwingend nötig ist.
- Erwähne, dass eine fundierte Einarbeitung erfolgt.
- Stelle mögliche Förderungen und Weiterbildungen heraus.
- Sei transparent bezüglich Schichtarbeit und Anforderungen.
Beispiel: „Wir suchen motivierte Quereinsteiger, die bereit sind, den Berufsweg als Sicherheitsmitarbeiter/in einzuschlagen. Eine umfassende Einarbeitung sowie Unterstützung bei der Sachkundeprüfung sind garantiert.“
Für eine fertige Vorlage schau dir unsere Stellenanzeige Sicherheitsmitarbeiter/in — Quereinsteiger-freundliche Vorlage an.
Typische Wege: Woher kommen Quereinsteiger im Sicherheitsdienst?
Viele Quereinsteiger kommen aus Bereichen, die ähnliche Anforderungen an Zuverlässigkeit und Umgang mit Menschen stellen:
- Verkauf / Einzelhandel: Umgang mit Kunden, Konfliktlösung
- Logistik / Zustellung: Schichtarbeit, körperliche Belastbarkeit
- Service / Gastronomie: Kundenorientierung, Flexibilität
- Militär, Bundeswehr oder Feuerwehr (z.T. Ehrenamt): Sicherheitsbewusstsein, Stressresistenz
Diese Erfahrungen erleichtern den Einstieg und reduzieren die Einarbeitungszeit.
Quereinsteiger als Sicherheitsmitarbeiter/in einstellen — Fazit für die kaufmännische Leitung
Quereinsteiger sind keine Sofortlösung, aber eine wirtschaftlich sinnvolle Alternative, wenn Fachkräfte fehlen. Die Kosten sind überschaubar, der Zeitaufwand für die Einarbeitung kalkulierbar. Förderprogramme helfen, finanzielle Belastungen zu reduzieren.
Setze realistische Erwartungen an die Einarbeitungszeit (6–12 Wochen) und plane die Gesamtkosten inklusive Gehalt, Sozialabgaben und interner Betreuung ein. So vermeidest du teure Ausfallzeiten und stellst den Betrieb langfristig sicher.
Weitere Informationen zu den Verdienstmöglichkeiten findest du hier: Sicherheitsmitarbeiter/in Gehalt — was du Quereinsteigern zahlen solltest.
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| Option | Kosten (einmalig) | Bemerkung |
|---|---|---|
| TalentMatch24 | 399€ | Direkter Zugang zu qualifizierten Quereinsteigern |
| Zeitungsanzeige | 300€+ | Unsichere Reichweite, oft wenig passende Bewerbungen |
| Personalvermittlung | 2–3 Monatsgehälter | Teuer, lange Wartezeiten |
Fazit: Die günstigste und schnellste Option.
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Wie lange dauert die Einarbeitung eines Quereinsteigers?
Rechne mit 6 bis 12 Wochen, bis Quereinsteiger die wichtigsten Aufgaben selbstständig übernehmen können. Die genaue Dauer hängt vom Einsatzort und der Vorerfahrung ab.
Welche Förderungen kann ich für die Einstellung nutzen?
Eingliederungszuschüsse, Bildungsgutscheine und das Qualifizierungschancengesetz sind die wichtigsten Förderprogramme. Sie helfen bei Weiterbildungskosten und Lohnzuschüssen.
Wie schreibe ich eine Stellenanzeige für Quereinsteiger richtig?
Betone, dass keine Ausbildung erforderlich ist, aber eine fundierte Einarbeitung erfolgt. Zeige Perspektiven und Fördermöglichkeiten. Vermeide schwammige Formulierungen und sei konkret.
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