Quereinsteiger-Ratgeber
5 Min. Lesezeit

Quereinsteiger als Lagerhelfer/in einstellen — so klappt es

TM

TalentMatch24 Redaktion

Stand: März 2026

Quereinsteiger als Lagerhelfer/in einstellen — so klappt es

Freitagmorgen in Berlin: Der LKW steht bereit, die Ware muss raus, doch der Lagerhelfer ist krankgemeldet – und Ersatz? Fehlanzeige. Das Lager steht still, die Liefertermine geraten in Gefahr, und die Kosten laufen weiter. Für Dich als kaufmännische Leitung oder CFO bedeutet das vor allem eines: Kosten, die sich kaum noch kalkulieren lassen. Die Lösung? Quereinsteiger als Lagerhelfer/in einstellen – aber mit klarer Kosten- und Zeitplanung.

1. Warum Quereinsteiger als Lagerhelfer/in einstellen?

Der Fachkräftemangel trifft gerade einfache, physisch anspruchsvolle Jobs wie Lagerhelfer/innen besonders hart. Junge Menschen bevorzugen oft andere Branchen, und die demografische Entwicklung verschärft den Mangel zusätzlich. Gleichzeitig steigen Logistikvolumina und damit der Bedarf an Personal. Klassische Rekrutierungskanäle bringen kaum noch passende Kandidaten.

Quereinsteiger bieten hier eine pragmatische Alternative. Sie ermöglichen es, Vakanzen schneller zu besetzen und den Betrieb am Laufen zu halten – auch wenn sie zunächst noch angelernt werden müssen.

"Ich sehe jeden Tag Unternehmen, die großartige Teams haben — aber drei Monate brauchen, um eine Stelle zu besetzen. Das liegt selten am Markt. Es liegt am Prozess." — Benjamin Gomes, Gründer von TalentMatch24

2. Welche Fähigkeiten bringen Quereinsteiger als Lagerhelfer/in mit?

Viele Quereinsteiger kommen aus Bereichen wie Einzelhandel, Gastronomie, Produktion oder einfachen Helferjobs, in denen sie bereits körperliche Belastbarkeit, Zuverlässigkeit und Teamfähigkeit gezeigt haben. Zudem bringen sie oft eine hohe Motivation mit, da sie den Quereinstieg bewusst wählen, um in einem stabilen Beruf zu arbeiten.

  • Körperliche Fitness: Grundvoraussetzung für das Heben und Bewegen von Waren.
  • Zuverlässigkeit und Pünktlichkeit: Essenziell für reibungslose Abläufe.
  • Grundverständnis für logistische Abläufe: Häufig schon bei vorherigen Tätigkeiten vorhanden.
  • Motivation und Flexibilität: Oft bereit, Schichtarbeit oder Wochenendarbeit anzunehmen.

Allerdings fehlen Quereinsteigern meist technische Kenntnisse, z. B. im Umgang mit Lagerverwaltungssystemen oder Flurförderzeugen.

3. Was fehlt und wie lange dauert die Einarbeitung?

Der größte Trainingsbedarf liegt in der Vermittlung von:

  • Bedienung von Lagertechnik (z. B. Hubwagen, Stapler – letzteres nur mit spezieller Fahrerlaubnis)
  • Sicherheitsvorschriften und Arbeitsschutz
  • Warenannahme, Kommissionierung und Verpackung
  • Grundlagen der Lagerverwaltung und Dokumentation

Realistisch gerechnet brauchst Du für einen Quereinsteiger mindestens 4 bis 8 Wochen Einarbeitungszeit unter Anleitung eines erfahrenen Mitarbeiters, bis er selbstständig und sicher arbeiten kann. Die Dauer kann je nach Vorwissen und individueller Lernkurve variieren.

4. Fördermöglichkeiten für Quereinsteiger

Um die Kosten für Einarbeitung und Gehalt zu reduzieren, gibt es verschiedene Förderprogramme:

  • Bildungsgutschein: Wird vom Jobcenter vergeben und kann Weiterbildungen für Quereinsteiger finanzieren.
  • Eingliederungszuschuss: Bis zu 50 % der Lohnkosten werden vom Staat übernommen, wenn Du ungelernte Quereinsteiger anstellst.
  • Qualifizierungschancengesetz: Zuschüsse für Weiterbildungsmaßnahmen auch während der Anstellung.
  • Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein (AVGS): Ermöglicht kostenlose Coachings und Qualifizierungen.

Nutze diese Förderungen, um die Investition in Quereinsteiger rentabler zu machen und das Risiko zu minimieren.

5. Tipps für die Stellenanzeige

Formuliere Deine Stellenanzeige klar und realistisch, um die richtigen Quereinsteiger anzusprechen:

  • Schlagworte wie: „Quereinsteiger willkommen“, „Keine Vorerfahrung notwendig“, „Anlernung erfolgt im Betrieb“
  • Betone: Die Bereitschaft zur Einarbeitung und mögliche Förderungen
  • Erwähne: Anforderungen wie körperliche Belastbarkeit und Zuverlässigkeit
  • Vermeide: Formulierungen, die Fachwissen voraussetzen

Ein Beispiel findest Du in unserer Stellenanzeige Lagerhelfer/in — Quereinsteiger-freundliche Vorlage.

6. Typische Herkunftsberufe von Quereinsteigern als Lagerhelfer/in

Quereinsteiger kommen häufig aus folgenden Bereichen:

  • Einzelhandel und Verkauf (z. B. Verkäufer, Regalauffüller)
  • Gastronomie (Küchenhilfe, Servicekräfte)
  • Produktion und einfache Helfertätigkeiten
  • Reinigungskräfte oder Hausmeisterdienste

Diese Berufe bringen eine solide Arbeitsmoral und erste Erfahrungen mit, die sich gut auf Lagerarbeit übertragen lassen.

Gesamtkosten und Budgetplanung bei Quereinsteigern

Als kaufmännische Leitung oder CFO willst Du den ROI einer Neueinstellung genau kalkulieren. Hier eine Übersicht typischer Kosten:

Kostenart Beschreibung Typischer Betrag (monatlich)
Bruttogehalt Orientierung bei Quereinsteigern: ca. 2.000 € (Vollzeit, tarifabhängig) 2.000 €
Sozialabgaben Arbeitgeber Rund 20 % des Bruttogehalts 400 €
Einarbeitungskosten Produktivitätsverlust durch Betreuung und längere Arbeitszeiten erfahrener Mitarbeiter ca. 500 € (geschätzt für 2 Monate)
Cost-of-Vacancy Verzögerungen und Umsatzeinbußen bei Leerstand der Stelle variabel, schnell mehrere hundert Euro pro Woche

In Summe solltest Du für die ersten zwei Monate mit rund 6.000 € Gesamtkosten rechnen, bis ein Quereinsteiger voll einsatzfähig ist. Die Investition lohnt sich, wenn Du dadurch teurere Leerkosten und Produktionsausfälle vermeidest.

Für eine Budgetplanung lohnt sich ein Vergleich mit Fachkräften. Diese kosten oft deutlich mehr (ab 2.800 € brutto), sind aber ohne lange Einarbeitung sofort produktiv.

Mehr zum Thema Vergütung findest Du hier: Lagerhelfer/in Gehalt — was du Quereinsteigern zahlen solltest.

Erstmal testen? Minijob als Einstieg

Ein guter Weg, Quereinsteiger zu prüfen, ist die Anstellung auf Minijob-Basis. So kannst Du ohne großes Risiko die Arbeitsleistung testen und bei Erfolg in Teilzeit oder Vollzeit übernehmen. Unsere Plattform bietet diesen Service ab 29 € an.

Mehr dazu: Quereinsteiger erstmal als Minijob testen — ab 29€.

Häufig gestellte Fragen zum Thema Quereinsteiger als Lagerhelfer/in einstellen

Wie lange dauert die Einarbeitung eines Quereinsteigers als Lagerhelfer?

Die Einarbeitungszeit liegt in der Regel zwischen 4 und 8 Wochen, abhängig von Vorwissen und der Komplexität der Lagerprozesse.

Welche Förderungen kann ich als Arbeitgeber für Quereinsteiger nutzen?

Wichtig sind insbesondere der Eingliederungszuschuss, Bildungsgutscheine, das Qualifizierungschancengesetz und der AVGS. Diese reduzieren Lohn- und Weiterbildungskosten.

Welche Kosten muss ich bei der Einstellung eines Quereinsteigers einplanen?

Du solltest Bruttogehalt, Arbeitgebersozialabgaben, Einarbeitungskosten und mögliche Umsatzeinbußen durch die Besetzungszeit berücksichtigen. Insgesamt können die Kosten in den ersten Monaten bei ca. 6.000 € liegen.

Der faire Vergleich: So viel kostet Dich die Rekrutierung wirklich

Rekrutierungsmethode Typische Kosten Kommentar
TalentMatch24 Ab 29 € Schnell, günstig, direkt für Quereinsteiger
Zeitungsanzeige 300 € und mehr Begrenzt Reichweite, längere Besetzungszeiten
Personalvermittlung 2-3 Monatsgehälter Teuer, oft für Fachkräfte sinnvoller

Fazit: Die günstigste und schnellste Option.

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