Quereinsteiger als Kommissionierer/in einstellen — so klappt es
TalentMatch24 Redaktion
Stand: März 2026
Quereinsteiger als Kommissionierer/in einstellen — so klappt es
Suchst du gerade eine/n Kommissionierer/in in Deutschland und findest einfach keine passenden Fachkräfte? Oder fragst du dich, wie lange die Stelle schon unbesetzt bleibt und was dich das eigentlich kostet? Dann bist du hier genau richtig. In Zeiten von Fachkräftemangel und hohem Personalbedarf lohnt es sich, neue Wege zu gehen – zum Beispiel Quereinsteiger als Kommissionierer anzulernen.
Warum Quereinsteiger als Kommissionierer/in einstellen?
Der Arbeitsmarkt für Kommissionierer ist eng. Viele Bewerber mit klassischer Ausbildung sind rar, die Fluktuation hoch, und die Ansprüche steigen – gleichzeitig brauchst du dringend jemanden, der deine Ware schnell und zuverlässig zusammenstellt. Quereinsteiger sind hier eine pragmatische Lösung.
- Fachkräftemangel: Es gibt schlicht nicht genug ausgebildete Kommissionierer, vor allem in Ballungsgebieten.
- Demografischer Wandel: Immer weniger junge Menschen entscheiden sich für Lager- oder Logistikberufe.
- Neue Wege, neue Chancen: Ungelernte Bewerber bringen oft Motivation und Flexibilität mit, die Fachkräfte nicht mehr haben.
Welche Fähigkeiten bringen Quereinsteiger mit?
Viele Quereinsteiger kommen aus Berufen, in denen sie bereits körperliche Arbeit leisten oder sich auf Genauigkeit und Schnelligkeit verlassen mussten. Typische Herkunftsberufe sind:
- Einzelhandel oder Verkauf (gutes Verständnis für Waren, Kundenorientierung)
- Gastronomie und Service (Stressresistenz, Teamarbeit)
- Produktion oder Handwerk (körperliche Belastbarkeit, Fokus auf Qualität)
- Hilfstätigkeiten aller Art (Lernbereitschaft, Zuverlässigkeit)
Das wichtigste Plus: Quereinsteiger sind oft hoch motiviert, weil sie eine neue Chance suchen und bereit sind, sich reinzuhängen. Sie bringen eine frische Perspektive und oft eine pragmatische Herangehensweise an die Arbeit mit.
Was fehlt Quereinsteigern und wie lange dauert die Einarbeitung?
Natürlich fehlen Quereinsteigern die spezifischen Fachkenntnisse und Abläufe im Lager. Die wichtigsten Punkte, die du einplanen solltest:
- Warenkenntnis: Wo liegen Artikel, wie werden sie verpackt?
- Scanner- und IT-Anwendung: Umgang mit Kommissionier-Software und Geräten.
- Arbeitssicherheit: Umgang mit Hubwagen, Lagervorschriften.
- Arbeitsorganisation: Effiziente Wegeplanung, Fehlervermeidung.
Rechne mit einer Einarbeitungszeit von etwa 4 bis 8 Wochen, je nach Vorerfahrung und Komplexität der Lagerprozesse. In dieser Zeit solltest du Geduld haben und die Quereinsteiger eng begleiten – sie lernen schnell, wenn du sie gut anleitest.
"Ich rate jedem Arbeitgeber: Schreib die Stellenanzeige so, wie du mit einem Freund über den Job reden würdest. Authentisch schlägt perfekt — jedes Mal." — Yamina Siracusa, HR-Spezialistin bei TalentMatch24
Fördermöglichkeiten für das Anlernen von Quereinsteigern
Die gute Nachricht: Es gibt finanzielle Unterstützung vom Staat, wenn du Quereinsteiger einstellst und qualifizierst. Die wichtigsten Förderprogramme:
- Bildungsgutschein: Arbeitnehmer können damit Kurse finanzieren, die auch die Kommissionierertätigkeit abdecken.
- Eingliederungszuschuss: Die Agentur für Arbeit zahlt einen Teil des Gehalts für bis zu 12 Monate, wenn du einen Quereinsteiger anlernst.
- Qualifizierungschancengesetz: Fördergelder für betriebliche Weiterbildungen, die du für Quereinsteiger nutzen kannst.
- Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein (AVGS): Damit kannst du potenzielle Kandidaten coachen und auf den Job vorbereiten.
So schreibst du eine Quereinsteiger-freundliche Stellenanzeige
Viele Arbeitgeber schreiben „Quereinsteiger willkommen“ in die Anzeige – das ist gut, aber oft zu allgemein. Hier ein paar Tipps:
- Sprich den Bewerber direkt an: „Du hast keine Lagererfahrung? Kein Problem – wir bringen dir alles bei.“
- Betone die Vorteile: „Flexible Arbeitszeiten, faire Bezahlung, familiäres Team.“
- Sei ehrlich zum Einstieg: „Die Einarbeitung dauert 4-8 Wochen, in der wir dich intensiv begleiten.“
- Nutze klare Sprache und vermeide Fachchinesisch.
- Hier findest du eine praktische Stellenanzeige Vorlage für Kommissionierer/innen, die Quereinsteiger anspricht.
Typische Wege von Quereinsteigern in die Kommissionierung
Viele Quereinsteiger kommen aus Branchen, die gerade besonders unter Druck stehen oder wenig Perspektiven bieten:
- Gastronomie: Nach Corona-Pandemie suchen viele Servicekräfte neue Jobs.
- Einzelhandel: Verkürzte Öffnungszeiten und Onlinehandel verändern die Branche.
- Produktion: Maschinenbediener oder Helfer wechseln in die Logistik.
Der Quereinstieg funktioniert oft am besten, wenn die Bewerber körperlich fit sind und Spaß an strukturierter Arbeit haben. Mit etwas Geduld und guter Einarbeitung werden sie schnell zu verlässlichen Kräften.
Was kostet dich ein/e Quereinsteiger/in als Kommissionierer/in?
Die Gehälter für Kommissionierer liegen je nach Region und Erfahrung bei ca. 12 bis 15 Euro pro Stunde. Wichtig ist, dass du realistisch planst:
- Einarbeitung kostet Zeit und Ressourcen – rechne mit einigen Wochen mit eingeschränkter Produktivität.
- Förderungen können die Kosten erheblich senken.
- Hier erfährst du, was du Quereinsteigern zahlen solltest, um konkurrenzfähig zu bleiben.
Quereinsteiger als Kommissionierer/in einstellen — das solltest du tun
- Bereite eine strukturierte Einarbeitung vor, die Schritt für Schritt Wissen vermittelt.
- Nutze Förderprogramme aktiv, um die Kosten zu reduzieren.
- Sei offen für Bewerber ohne klassische Ausbildung, aber mit hoher Motivation.
- Setze auf eine ehrliche und lockere Kommunikation im Recruiting und im Onboarding.
- Teste Quereinsteiger zunächst als Minijobber ab 29€, um zu prüfen, ob der Job passt.
FAQ: Quereinsteiger als Kommissionierer/in einstellen
Wie lange dauert die Einarbeitung von Quereinsteigern?
In der Regel zwischen 4 und 8 Wochen, abhängig von Vorerfahrung und Komplexität der Lagerabläufe.
Welche Förderungen gibt es für Arbeitgeber?
Eingliederungszuschuss, Bildungsgutschein, Qualifizierungschancengesetz und AVGS sind die wichtigsten Programme.
Kann ich Quereinsteiger auch als Minijobber testen?
Ja, das ist sogar empfehlenswert. So kannst du prüfen, ob der Kandidat zum Job passt, bevor du ihn fest einstellst.
Rechne selbst nach: So sparst du bei der Kommissionierer-Suche
| Option | Kosten | Vorteile | Nachteile |
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