Quereinsteiger-Ratgeber
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Quereinsteiger als Gerüstbauer/in einstellen — so klappt es

TM

TalentMatch24 Redaktion

Stand: März 2026

Quereinsteiger als Gerüstbauer/in einstellen — so klappt es

Freitagmorgen, Berlin: Die Baustelle ist bereit, aber die Gerüstbauer sind nicht vollzählig. Die Leitung steht unter Druck, denn ohne das Gerüst können die Handwerker nicht loslegen. Gleichzeitig ist der Arbeitsmarkt leergefegt, und die Fachkräfte sind Mangelware. Du überlegst, ob du Quereinsteiger als Gerüstbauer/in einstellen solltest – eine Option, die immer häufiger genutzt wird, um Engpässe zu überbrücken und Projekte termingerecht abzuschließen.

1. Warum Quereinsteiger als Gerüstbauer/in einstellen?

Der Fachkräftemangel im Baugewerbe ist keine neue Herausforderung, aber er verschärft sich. Demografischer Wandel und die starke Nachfrage in Städten wie Berlin, Hamburg oder München sorgen dafür, dass es kaum noch ausgebildete Gerüstbauer gibt. Klassische Recruiting-Kanäle liefern nicht die gewünschten Ergebnisse. Deshalb ist es für dich als kaufmännische Leitung oder CFO sinnvoll, Quereinsteiger in Betracht zu ziehen.

Quereinsteiger als Gerüstbauer/in einzustellen, bedeutet, neue Wege zu gehen und damit flexibel auf den Markt zu reagieren. Zwar sind diese Mitarbeiter nicht sofort voll einsatzfähig, aber mit gezielter Einarbeitung kannst du sie systematisch anlernen und so langfristig den eigenen Fachkräftebedarf decken.

2. Welche Fähigkeiten bringen Quereinsteiger mit?

Auch wenn Quereinsteiger keine klassische Ausbildung zum Gerüstbauer vorweisen, bringen sie oft wichtige übertragbare Kompetenzen mit:

  • Handwerkliches Geschick: Viele kommen aus handwerklichen oder logistischen Berufen, z. B. Lagerlogistik, Maler oder Bauhelfer, und sind körperlich belastbar.
  • Motivation und Lernbereitschaft: Quereinsteiger sind häufig hochmotiviert, sich in einen neuen Beruf einzuarbeiten, gerade wenn die Perspektive klar ist.
  • Teamfähigkeit und Sicherheitsbewusstsein: Gerade im Gerüstbau ist die Einhaltung von Sicherheitsstandards Pflicht – viele bringen bereits Erfahrung aus anderen sicherheitsrelevanten Bereichen mit.

3. Was fehlt und wie lange dauert die Einarbeitung?

Die Herausforderung bei Quereinsteigern liegt in der Vermittlung von spezifischem Fachwissen und praktischen Fähigkeiten:

  • Technisches Know-how: Montage- und Demontageverfahren, verschiedene Gerüsttypen und Materialkunde müssen erlernt werden.
  • Sicherheitsvorschriften: Die umfangreichen Vorgaben der Berufsgenossenschaft und die Arbeitsschutzregeln sind Pflicht und erfordern Schulungen.
  • Körperliche Belastbarkeit: Auch wenn viele Quereinsteiger körperlich fit sind, muss die spezifische Belastung im Gerüstbau trainiert werden.

Die durchschnittliche Einarbeitungszeit beträgt je nach Vorerfahrung etwa 3 bis 6 Monate, bis ein Quereinsteiger selbstständig und effizient eingesetzt werden kann. In dieser Zeit entstehen zusätzliche Kosten für Schulungen und reduzierte Produktivität.

4. Fördermöglichkeiten für Arbeitgeber

Um die Kosten für Einarbeitung und Qualifizierung zu reduzieren, kannst du verschiedene Förderprogramme nutzen:

  • Bildungsgutschein: Die Agentur für Arbeit unterstützt Arbeitgeber bei der Finanzierung von Weiterbildungen.
  • Eingliederungszuschuss: Zuschüsse zum Gehalt von Quereinsteigern können für bis zu 12 Monate gewährt werden.
  • Qualifizierungschancengesetz: Dieses Gesetz fördert Weiterbildungen von Mitarbeiter:innen über 45 Jahren.
  • Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein (AVGS): Kann für individuelle Coaching- und Vermittlungsmaßnahmen genutzt werden.

5. Kostenrechnung: Gehalt, Sozialabgaben, Einarbeitung, Cost-of-Vacancy

Als kaufmännische Leitung oder CFO ist es entscheidend, die Gesamtkosten einer Neueinstellung realistisch zu planen:

Kostenart Beschreibung Typischer Wert (monatlich)
Gehalt Quereinsteiger Bruttolohn, abhängig von Region und Erfahrung ca. 2.200 € – 2.600 €
Sozialabgaben Arbeitgeberanteil zur Sozialversicherung (~20 %) ca. 440 € – 520 €
Einarbeitungskosten Schulungen, reduzierte Produktivität (ca. 3-6 Monate) ca. 1.000 € – 1.500 € monatlich
Cost-of-Vacancy Kosten durch fehlenden Mitarbeiter (Produktivitätsverlust, Verzögerungen) bis zu 3.000 € pro Monat

Die Investition in Quereinsteiger zahlt sich langfristig aus, vorausgesetzt, die Einarbeitung wird systematisch geplant und begleitet.

6. Tipps für die Stellenanzeige

Formuliere deine Anzeige so, dass Quereinsteiger gezielt angesprochen werden, ohne unrealistische Erwartungen zu wecken:

  • Verwende klare Begriffe wie „Quereinsteiger willkommen“ oder „auch ungelernte Bewerber gesucht“.
  • Hebe Lernangebote und Unterstützung hervor: „Wir bieten fundierte Einarbeitung und Schulungen“.
  • Mach die Vorteile sichtbar: „Sichere Anstellung, übertarifliche Bezahlung, Entwicklungsperspektiven“.
  • Verlinke zu Stellenanzeige Gerüstbauer/in — Quereinsteiger-freundliche Vorlage für eine professionelle Vorlage.

7. Typische Herkunftsberufe von Quereinsteigern

Viele Quereinsteiger kommen aus verwandten oder körperlich belastenden Bereichen:

  • Bauhelfer oder Lagerlogistiker
  • Gärtner oder Landschaftspfleger
  • Fachkräfte im Bereich Metallbau oder Montage
  • Fitness- oder Sporttrainer mit körperlicher Fitness
"Die besten Kandidaten sind selten aktiv auf Jobsuche. Aber sie sind offen — wenn das Angebot stimmt und der erste Eindruck passt." — Yamina Siracusa, HR-Spezialistin bei TalentMatch24

8. Quereinsteiger zunächst testen?

Der Einstieg als Minijobber oder in Teilzeit ist eine sinnvolle Strategie, um Quereinsteiger zu testen, bevor du fest anstellst. Bei TalentMatch24 kannst du Quereinsteiger als Gerüstbauer/in erstmal als Minijob testen — ab 29€ oder in Teilzeit ab 149€.

So minimierst du das Risiko und kannst ein Gefühl für die Eignung und Motivation des Kandidaten entwickeln.

Weiterführende Links

FAQ: Quereinsteiger als Gerüstbauer/in einstellen

Wie lange dauert die Einarbeitung von Quereinsteigern im Gerüstbau?

Die Einarbeitung dauert in der Regel 3 bis 6 Monate. In dieser Zeit lernen Quereinsteiger die Montage, Sicherheitsvorschriften und den Umgang mit Materialien.

Welche Fördermittel können Arbeitgeber für Quereinsteiger nutzen?

Fördermöglichkeiten sind u.a. der Bildungsgutschein, Eingliederungszuschuss, Qualifizierungschancengesetz und der AVGS von der Agentur für Arbeit.

Wie kann ich Quereinsteiger auf ihre Eignung testen?

Ein Einstieg als Minijobber oder in Teilzeit ist eine gute Möglichkeit, Quereinsteiger im Alltag zu prüfen, bevor du sie fest anstellst.

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