Quereinsteiger als Chemikant/in einstellen — so klappt es
TalentMatch24 Redaktion
Stand: März 2026
Quereinsteiger als Chemikant/in einstellen — so klappt es
Montagmorgen, ein großer Chemiebetrieb in Nordrhein-Westfalen steht vor einem Problem: Drei Chemikanten sind krankgemeldet, die Produktion droht ins Stocken zu geraten. Die Suche nach Fachkräften ist seit Monaten erfolglos, doch das Produkt muss raus. Die Lösung? Quereinsteiger als Chemikant/in einstellen und gezielt anlernen.
Warum Quereinsteiger als Chemikant/in?
Der Fachkräftemangel in der Chemiebranche ist spürbar. Viele Unternehmen kämpfen damit, offene Stellen mit ausgebildeten Chemikanten zu besetzen. Der demografische Wandel verschärft diese Situation weiter: Erfahrene Mitarbeiter gehen in Rente, Nachwuchs ist rar.
Quereinsteiger bieten hier eine pragmatische Alternative. Sie bringen oft Motivation und frische Perspektiven mit – auch wenn sie die klassische Ausbildung nicht durchlaufen haben. Gerade für kleine und mittlere Unternehmen kann das der Weg sein, um die Produktion am Laufen zu halten, ohne monatelang erfolglos nach Fachkräften zu suchen.
Welche Fähigkeiten bringen Quereinsteiger mit?
Typische Quereinsteiger kommen aus technischen oder handwerklichen Berufen, z.B. aus der Produktion, Lagerlogistik, oder auch dem handwerklichen Bereich. Sie sind es gewohnt, im Schichtbetrieb zu arbeiten, haben Erfahrung mit Maschinenbedienung oder sind technisch affin. Das sind wertvolle Voraussetzungen für den Beruf des Chemikanten.
Wichtig ist außerdem, dass viele Quereinsteiger eine hohe Lernbereitschaft und Motivation mitbringen, weil sie bewusst den Beruf wechseln. Sie sind flexibel und offen für neue Aufgaben – Eigenschaften, die im Alltag eines Chemikanten sehr wichtig sind.
Was fehlt Quereinsteigern und wie lange dauert die Einarbeitung?
Das größte Defizit bei Quereinsteigern sind das spezifische chemische Fachwissen und die Sicherheit im Umgang mit Gefahrstoffen und komplexen Anlagen. Hier musst du als Arbeitgeber Zeit und Ressourcen für eine sorgfältige Einarbeitung einplanen.
- Fachliche Grundlagen: Chemische Prozesse, Sicherheitsvorschriften, Umgang mit Mess- und Prüfgeräten.
- Praktische Fertigkeiten: Maschinenbedienung, Wartung, Dokumentation.
- Soft Skills: Sorgfalt, Teamarbeit, Zuverlässigkeit.
Die Einarbeitungszeit variiert je nach Vorwissen und Arbeitsumfeld, realistisch sind 3 bis 6 Monate bis zur selbständigen Arbeit unter Aufsicht. Bei komplexeren Anlagen kann es auch bis zu einem Jahr dauern, bis ein Quereinsteiger voll einsatzfähig ist.
"Onboarding entscheidet über Bleiben oder Gehen. Die ersten 90 Tage sind wichtiger als das Gehalt — das unterschätzen die meisten Arbeitgeber." — Yamina Siracusa, HR-Spezialistin bei TalentMatch24
Fördermöglichkeiten für die Einstellung von Quereinsteigern
Als Arbeitgeber kannst du von verschiedenen staatlichen Förderungen profitieren, die die Kosten und Risiken der Einarbeitung von Quereinsteigern reduzieren:
- Bildungsgutschein: Deine neuen Mitarbeiter können damit Weiterbildungen oder Qualifizierungen finanzieren.
- Eingliederungszuschuss: Zuschüsse vom Arbeitsamt, wenn du jemanden aus einer schwierigen Situation einstellst.
- Qualifizierungschancengesetz: Förderung von Weiterbildungen für Mitarbeiter über 45 Jahre, aber auch für jüngere Quereinsteiger möglich.
- Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein (AVGS): Damit kannst du externe Vermittler beauftragen, passende Quereinsteiger zu finden und anzulernen.
Nutze diese Programme, um finanzielle Unterstützung zu bekommen und das Risiko beim Anlernen zu minimieren.
Tipps für die Stellenanzeige: Quereinsteiger als Chemikant/in einstellen
Damit Quereinsteiger sich angesprochen fühlen, musst du die Anzeige richtig formulieren. Hier ein paar pragmatische Tipps:
- Klare Ansprache: Formuliere offen „Quereinsteiger willkommen“ oder „Berufseinsteiger ohne chemische Ausbildung gesucht“.
- Realistische Anforderungen: Vermeide zu viele Fachvorgaben, setze auf Motivation, technisches Verständnis und Teamfähigkeit.
- Betone die Einarbeitung: Zeige, dass du Zeit und Unterstützung für die Anlernphase einplanst.
- Verweise auf Fördermöglichkeiten: Das signalisiert, dass der Einstieg finanziell attraktiv ist.
Eine fertige Vorlage findest du hier: Stellenanzeige Chemikant/in — Quereinsteiger-freundliche Vorlage
Erfahrungsberichte und typische Quereinstiegswege
Viele Quereinsteiger kommen aus Berufen wie Maschinen- und Anlagenführer, Lagerlogistik oder technischen Helfern. Auch ehemalige Chemielaboranten, die keinen Ausbildungsplatz fanden, wechseln oft in die Produktion.
Ein klassischer Weg ist die Einstellung als Helfer mit anschließender interner Qualifizierung. Manche Unternehmen bieten auch duale Programme an, bei denen Quereinsteiger parallel zur Arbeit eine Ausbildung oder Weiterbildung absolvieren.
Der Vorteil: Du bekommst motivierte Mitarbeiter, die sich bewusst für den Beruf entschieden haben und langfristig bleiben wollen.
Fazit
Quereinsteiger als Chemikant/in einzustellen ist kein Selbstläufer, aber ein pragmatischer Weg, um den Fachkräftemangel zu umgehen. Wichtig ist, dass du als Arbeitgeber Zeit, Geduld und eine strukturierte Einarbeitung mitbringst – und die Fördermöglichkeiten nutzt, die der Staat dafür bereitstellt.
So hältst du deine Produktion am Laufen und kannst mit etwas Engagement auch ungelernte Kräfte zu wertvollen Mitarbeitern entwickeln.
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Mehr dazu findest du auch hier: Chemikant/in Gehalt — was du Quereinsteigern zahlen solltest
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FAQ: Quereinsteiger als Chemikant/in einstellen
Wie lange dauert die Einarbeitung von Quereinsteigern?
Die Einarbeitung dauert je nach Vorwissen und Betrieb 3 bis 6 Monate, in komplexeren Bereichen auch bis zu einem Jahr.
Welche Förderungen kann ich für die Einstellung nutzen?
Du kannst Bildungsgutscheine, Eingliederungszuschüsse, Qualifizierungschancengesetz und AVGS beantragen, um Kosten zu senken.
Aus welchen Berufen kommen Quereinsteiger oft?
Häufig aus der Produktion, Lagerlogistik, technischen Helferberufen oder aus dem handwerklichen Bereich.
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