Quereinsteiger-Ratgeber
5 Min. Lesezeit

Quereinsteiger als Bodenleger/in einstellen — so klappt es

TM

TalentMatch24 Redaktion

Stand: März 2026

Quereinsteiger als Bodenleger/in einstellen — so klappt es

Suchst du gerade eine/n Bodenleger/in in Deutschland? Wie lange steht die Stelle schon offen, weil qualifizierte Fachkräfte einfach nicht zu finden sind? Die Realität in vielen Handwerksbetrieben sieht so aus: Der Fachkräftemangel bremst dein Wachstum aus, Projekte verzögern sich, und das kostet dich bares Geld.

Quereinsteiger als Bodenleger/in einzustellen, kann eine pragmatische Lösung sein – wenn du weißt, worauf du achten musst, welche Fähigkeiten deine neuen Mitarbeitenden mitbringen und wie du die Einarbeitung sinnvoll gestaltest. Dieser Ratgeber zeigt dir, wie das funktioniert.

Warum Quereinsteiger als Bodenleger/in einstellen?

Der Handwerksbereich ist seit Jahren von Fachkräftemangel betroffen. Bodenleger/innen sind besonders gefragt, aber es gibt zu wenige ausgebildete Fachkräfte. Der demografische Wandel und die geringe Zahl an Ausbildungsabsolventen verschärfen die Lage zusätzlich.

Deshalb suchen immer mehr Betriebe nach Alternativen und setzen auf Quereinsteiger. Das bedeutet, Menschen ohne klassische Bodenleger-Ausbildung anzulernen und im Betrieb weiterzuqualifizieren. Das ist kein Schnellschuss, sondern eine strategische Entscheidung, um flexibel auf den Markt zu reagieren und Aufträge termingerecht umzusetzen.

Welche Fähigkeiten bringen Quereinsteiger mit?

Quereinsteiger haben oft praktische Erfahrungen aus verwandten Bereichen oder bringen handwerkliches Geschick mit. Typische Herkunftsberufe sind z.B. Maler, Fliesenleger, Trockenbauer oder sogar Schreiner. Sie kennen Baustellenabläufe, haben eine gewisse körperliche Belastbarkeit und sind motiviert, Neues zu lernen.

  • Handwerkliches Geschick: Grundlage für den Umgang mit Werkzeugen und Materialien
  • Teamfähigkeit: Baustellen funktionieren im Team – das wissen Quereinsteiger oft schon aus anderen Jobs
  • Motivation und Lernbereitschaft: Viele Quereinsteiger sind hochmotiviert, weil sie eine stabile Perspektive im Handwerk suchen
  • Grundverständnis für Bautechnik: Vorwissen z.B. aus Maler- oder Trockenbauarbeiten erleichtert den Einstieg

Der Vorteil: Quereinsteiger sind oft flexibler in der Arbeitszeit, bringen frische Perspektiven mit und sind weniger festgefahren in klassischen Arbeitsweisen.

"Wir haben TalentMatch24 gebaut, weil Personalvermittlung nicht 15.000€ kosten muss. Gutes Matching geht auch für einen Bruchteil — wenn die Technologie stimmt." — Benjamin Gomes, Gründer von TalentMatch24

Was fehlt Quereinsteigern und wie lange dauert die Einarbeitung?

Natürlich fehlen Quereinsteigern zunächst die speziellen Fachkenntnisse, z.B. zum richtigen Verlegen von Bodenbelägen, Materialkunde (Parkett, Vinyl, Laminat, Teppich), Oberflächenbehandlung und Normen. Auch das präzise Arbeiten und Qualitätsbewusstsein bei Bodenlegerarbeiten muss erst aufgebaut werden.

Die Einarbeitung dauert realistisch gesehen mindestens 3 bis 6 Monate, je nach Vorwissen und eingesetztem Ausbildungsmodell. Während dieser Zeit solltest du als Arbeitgeber:

  • Praktische Schulungen vor Ort anbieten
  • Erfahrene Fachkräfte als Mentoren einsetzen
  • Regelmäßige Feedbackrunden einplanen
  • Geduld mitbringen – Fehler passieren, sind aber Teil der Lernkurve

Nach etwa einem halben Jahr sind viele Quereinsteiger so weit, dass sie selbstständig einfache Bodenlegerarbeiten übernehmen können. Für komplexere Aufgaben und die komplette Ausbildung kann es bis zu 2 Jahre dauern.

Fördermöglichkeiten für die Einarbeitung von Quereinsteigern

Die gute Nachricht: Staatliche Förderprogramme können die Kosten für die Einarbeitung und Qualifizierung von Quereinsteigern deutlich reduzieren.

  • Bildungsgutschein: Über die Agentur für Arbeit kannst du Quereinsteiger zu zertifizierten Kursen schicken, die mit einem Bildungsgutschein gefördert werden.
  • Eingliederungszuschuss: Die Agentur für Arbeit zahlt einen Zuschuss zum Gehalt, wenn du Quereinsteiger einstellst, die längere Zeit arbeitslos waren.
  • Qualifizierungschancengesetz: Zuschüsse zur Weiterbildung bestehender Mitarbeiter, auch für Quereinsteiger, sind möglich.
  • Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein (AVGS): Für die Unterstützung bei der Personalsuche und Weiterbildung.

Diese Förderungen helfen dir, die finanziellen Anfangshürden zu senken und die Einarbeitung planbar zu machen.

Tipps für die Stellenanzeige: Quereinsteiger als Bodenleger/in willkommen heißen

Deine Stellenanzeige ist der erste Kontakt zu potenziellen Quereinsteigern. Formuliere klar, dass du Quereinsteiger ausdrücklich suchst und welche Voraussetzungen du erwartest. Beispiel:

  • Schlagwörter wie „Quereinsteiger willkommen“ oder „keine abgeschlossene Bodenleger-Ausbildung nötig“
  • Erwähne vorhandene Einarbeitungs- und Weiterbildungsangebote
  • Beschreibe die wichtigsten Anforderungen realistisch und vermeide „Must-Have“-Listen, die abschrecken
  • Betone Entwicklungschancen und langfristige Perspektiven

Nutze gern unsere Stellenanzeige Bodenleger/in — Quereinsteiger-freundliche Vorlage, um direkt loszulegen.

Erfahrungsberichte und typische Quereinsteiger-Herkunfte

Viele Betriebe berichten von Quereinsteigern, die aus der Maler- und Lackiererbranche oder dem Fliesenlegerhandwerk kommen. Diese bringen bereits Baustellenerfahrung und den Umgang mit verschiedenen Materialien mit.

Andere Quereinsteiger kommen aus handwerklichen Helferjobs oder aus dem Lager, wo sie bereits körperlich belastbar waren und logistische Abläufe kennen. Auch Menschen aus handwerklich-technischen Berufen wie Schreiner oder Garten- und Landschaftsbauer sind oft schnell eingearbeitet.

Wichtig ist, die individuellen Stärken zu erkennen und die Einarbeitung darauf abzustimmen – nicht jeder Quereinsteiger braucht den gleichen Aufwand.

Wie viel kostet dich ein Quereinsteiger als Bodenleger/in wirklich?

Die Kosten für Quereinsteiger sind oft niedriger als für erfahrene Fachkräfte, weil sie am Anfang eher im Helferstatus arbeiten oder eine reduzierte Stundenzahl haben. Bei TalentMatch24 kannst du Quereinsteiger erstmal im Minijob testen — schon ab 29€. Für Teilzeitstellen starten die Preise ab 149€.

Ein Vollzeit-Fachkraft kostet ab 399€, aber der Vorteil bei Quereinsteigern liegt in der höheren Verfügbarkeit und der Chance, eigene Leute nach deinen Standards auszubilden.

Mehr zum Thema Bezahlung findest du hier: Bodenleger/in Gehalt — was du Quereinsteigern zahlen solltest.

FAQ — Quereinsteiger als Bodenleger/in einstellen

Wie lange dauert die Einarbeitung von Quereinsteigern im Bodenleger-Handwerk?

Realistisch musst du mit mindestens 3 bis 6 Monaten rechnen, bis Quereinsteiger einfache Aufgaben selbstständig erledigen können. Für die vollständige Qualifizierung können bis zu 2 Jahre notwendig sein.

Welche Förderungen kann ich für Quereinsteiger nutzen?

Fördermöglichkeiten gibt es u.a. durch Bildungsgutscheine, Eingliederungszuschüsse, das Qualifizierungschancengesetz und AVGS. Diese helfen, die Kosten für Einarbeitung und Weiterbildung zu senken.

Aus welchen Berufen kommen Quereinsteiger als Bodenleger/in häufig?

Viele kommen aus handwerklichen Bereichen wie Maler, Fliesenleger, Schreiner oder Helferjobs auf Baustellen. Sie bringen Baustellen-Erfahrung und handwerkliches Geschick mit.

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