Quereinsteiger-Ratgeber
5 Min. Lesezeit

Quereinsteiger als Berufsberater/in einstellen — alle Fakten zu Kosten und ROI

TM

TalentMatch24 Redaktion

Stand: März 2026

Quereinsteiger als Berufsberater/in einstellen — alle Fakten zu Kosten und ROI

Das kostet ein/e Berufsberater/in in Deutschland — und so findest du schnell die richtige Person. Wenn du aktuell keine ausgebildeten Berufsberater/innen findest, kann das Anlernen von Quereinsteigern eine wirtschaftliche Alternative sein. Hier bekommst du die wichtigsten Zahlen zu Gehalt, Sozialabgaben, Einarbeitungskosten und Fördermöglichkeiten sowie Tipps zur erfolgreichen Einstellung.

1. Warum Quereinsteiger als Berufsberater/in für dein Unternehmen jetzt interessant sind

Der Arbeitsmarkt für Berufsberater/innen ist eng. Fachkräfte sind knapp, Ausbildungswege lang und der demografische Wandel verschärft die Situation. Die klassische Suche über spezialisierte Kanäle bringt oft nicht die gewünschte Besetzung.

Quereinsteiger bieten dir einen pragmatischen Weg, um Vakanzen zu besetzen, ohne auf unbestimmte Zeit zu warten. Gerade in der Beratung sind soziale Kompetenzen und Motivation oft wichtiger als eine spezifische Ausbildung – mit entsprechender Einarbeitung.

2. Welche Fähigkeiten bringen Quereinsteiger mit?

Viele Quereinsteiger kommen aus kaufmännischen Berufen, der Sozialarbeit, dem Bildungsbereich oder aus der Personalverwaltung. Das bedeutet:

  • Kommunikation & Empathie: Essenziell für die Beratung, oft schon vorhanden.
  • Organisation & Dokumentation: Erfahrung mit Verwaltung und Terminplanung.
  • Motivation & Lernbereitschaft: Hohe Bereitschaft, sich neue Fachkenntnisse anzueignen.
  • Digitale Grundkenntnisse: Umgang mit MS Office oder Beratungstools meist bekannt.

Das sind wichtige Startvoraussetzungen. Was fehlt, ist meist spezifisches Know-how rund um Berufsberatung, Arbeitsmarktmechanismen und rechtliche Rahmenbedingungen.

3. Fehlende Kompetenzen & Einarbeitungsdauer realistisch einschätzen

Die fachliche Einarbeitung bei Quereinsteigern dauert in der Regel 3 bis 6 Monate, je nach Vorwissen und Intensität des Trainings. Typische Inhalte:

  • Arbeitsmarkt- und Ausbildungssysteme in Deutschland
  • Beratungsmethoden und Gesprächsführung
  • Rechtliche Grundlagen, z.B. Förderprogramme, Datenschutz
  • Dokumentation und Berichtswesen

Plane während der Einarbeitung mit reduzierter Produktivität und begleite die Person eng. Ein Mentor aus dem Fachteam ist sinnvoll.

4. Kostenübersicht: Gehalt, Sozialabgaben, Einarbeitung & Cost-of-Vacancy

Kostenart Beschreibung Typische Höhe (monatlich)
Gehalt Quereinsteiger Bruttogehalt für Berufsberater/in (Einstiegsniveau) 2.800 – 3.200 €
Sozialabgaben Arbeitgeber Rund 20% des Bruttogehalts, inkl. Renten-, Kranken-, Pflegeversicherung 560 – 640 €
Einarbeitungskosten Schulungen, interne Betreuung, Zeitaufwand erfahrener Kollegen ca. 500 € (monatl.)
Cost-of-Vacancy Produktivitätsverlust durch unbesetzte Stelle (z.B. entgangene Beratungsstunden) variabel, ca. 1.000 €

Gesamtkosten pro Monat während der Einarbeitung: ca. 3.860 – 4.340 €

Nach der Einarbeitung kannst du mit vollem ROI rechnen, da Quereinsteiger gut eingearbeitet schnell produktiv sind.

5. Fördermöglichkeiten für Arbeitgeber bei Quereinsteigern

  • Bildungsgutschein: Die Agentur für Arbeit übernimmt Kosten für Weiterbildungen.
  • Eingliederungszuschuss: Zuschuss zu Gehalt und Sozialabgaben während der Einarbeitung.
  • Qualifizierungschancengesetz: Staatliche Förderung von Weiterbildungen, auch für Quereinsteiger.
  • AVGS (Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein): Zuschüsse für Coaching und Beratung vor und während der Einstellung.

Nutze diese Programme, um die direkten Kosten für dein Unternehmen deutlich zu reduzieren.

6. Tipps für die Stellenanzeige: Quereinsteiger willkommen heißen

  • Klare Ansprache: "Quereinsteiger als Berufsberater/in willkommen" oder "Berufsberater/in (m/w/d) – auch ohne Ausbildung"
  • Betone die Einarbeitung und Unterstützung: "Wir bieten umfangreiche Schulungen und Mentoring."
  • Fordere Motivation und Kommunikationsstärke statt formale Qualifikationen
  • Verlinke auf eine Stellenanzeige Berufsberater/in — Quereinsteiger-freundliche Vorlage für Orientierung

7. Typische Herkunftsberufe von Quereinsteigern in der Berufsberatung

  • Kaufmännische Assistenz oder Verwaltung
  • Sozialarbeit und Jugendhilfe
  • Personalwesen und Recruiting
  • Lehrkräfte oder Trainer
  • Psychologische Assistenzberufe

Diese Hintergründe bringen wertvolle Soft Skills und Grundkenntnisse mit, die den Quereinstieg erleichtern.

"Benefits sind kein Obstkorb. Frag deine Mitarbeiter, was sie wirklich brauchen. Meistens sind es Flexibilität und Wertschätzung — beides kostet nichts." — Yamina Siracusa, HR-Spezialistin bei TalentMatch24

8. Fazit: Quereinsteiger als Berufsberater/in einstellen lohnt sich mit klarer Budgetplanung

Die Kosten sind überschaubar, wenn du Gehalt, Sozialabgaben und Einarbeitung realistisch einplanst. Fördermöglichkeiten helfen, die Belastung zu reduzieren. Quereinsteiger bringen oft sehr gute Soft Skills mit, die mit einer gezielten Einarbeitung die fehlende Fachkompetenz ausgleichen können.

Für die kaufmännische Leitung heißt das: Budgetiere rund 4.000 € im Monat für die Einarbeitungsphase ein und nutze Förderprogramme konsequent. So kannst du Vakanzen kurzfristig besetzen und langfristig Fachkräfte aufbauen.

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Wie lange dauert die Einarbeitung eines Quereinsteigers als Berufsberater/in?

Typischerweise 3 bis 6 Monate, abhängig vom Vorwissen und der Intensität der Schulungen.

Welche Förderungen kann ich als Arbeitgeber nutzen?

Bildungsgutschein, Eingliederungszuschuss, Qualifizierungschancengesetz und AVGS sind die wichtigsten Programme.

Welche Kosten muss ich bei der Einstellung eines Quereinsteigers einkalkulieren?

Bruttogehalt, Sozialabgaben, Einarbeitungskosten und der Cost-of-Vacancy während der Besetzungszeit.

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